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ProDrive

Es war ein Wochenende voller Emotionen, Niederschlägen und Glücksmomenten. Eine Woche nach dem 24h Rennen in Andernach macht sich die Leere in vielen Gemütern breit. Nach vielen Wochen unendlich langer Vorbereitung auf der Nürburgring Nordschleife und endlosem basteln an der Einstellung der Fahrzeuge ist nun mit Abschluss des Rennens die harte Vorbereitungsphase endgültig zu Ende. Nun wagen wir einen Rückblick auf das vergangene Wochenende.

Vor dem Rennen – 1.Freie Training am Freitagnachmittag
Pünktlich um 15:00 Uhr zur Öffnung der Tore der GTRC im JUZ Andernach checkte der Großteil der teilnehmenden Teams ein. In diesen Momenten war die Welt noch in Ordnung, die Freude, die Teammitglieder wiederzusehen, überwiegte. Doch kurz darauf spulten alle Teams ihr normales Programm ab – Aufbau der Rennsitze und TV-Geräte und das Einstellen der Lenkräder. Traditionell spulten dann schon einige Fahrer zur Eingewöhnung ein paar Runden während des ersten freien Trainings ab. Die vorläufigen Bestzeiten konnte man zu dem Zeitpunkt aber nur mit Vorsicht genießen: „Dass dort noch keiner zeigt, was wirklich geht, ist völlig normal. Außerdem sind meistens für alle Sitze und Lenkräder neu, sodass man einkalkulieren kann, dass jeder ein bis zwei Sekunden langsamer fährt“, erklärt J-Town die Situation der ersten offiziellen Ausfahrt.

Die Vorbereitung läuft – Training am Freitagabend
Lange nach Einbruch der Dunkelheit stießen dann noch die letzten Teammitglieder der MSP Teams ein – unter anderem MSP_J-Town für das Team ProDrive, der sich bereits auf der RNC 2014 einen Namen gemacht hatte. Während die meisten Teams fleißig ihre Runden abspulten, zog es die Teams von MSP_DRIVERS-HOME zwischenzeitlich zu einem Exkurs auf eine Slotcar-Bahn. Anstatt wie die Konkurrenz zu testen, ließ man es sich im Clubhaus der Slotcar-Bahn mit Bratwürsten gut gehen. Stets kümmerte sich MSP-Caterer Zuhause-lw und seine Frau um das Wohlbefinden unserer Starter. Gegen Ende des Freien Trainings kehrte die ganze Truppe wieder vom Trip zurück, um in der Nacht nochmals ein paar freie Runden zu drehen. Um 01:00 winkte die GTRC das erste Freie Training ab, die Bestzeit sicherte sich das KoD-eSport-GT-2 –Team im rubinroten SLS AMG GT3.

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Letzte Optimierungen – 2.Freies Training

Um 08:00 morgens öffneten sich wieder die Pforten des JUZ in Andernach. Viele Fahrer hatten wenig Schlaf gefunden, fanden sich aber dennoch sehr früh im Fahrerlager ein, um die Zeit des letzten Trainings - bevor es ernst wurde - zu nutzen. Auch dieses Mal schnappte sich das Team KoD-eSport-GT-2 die Trainingsbestzeit und schob sich wie vorher bereits angenommen in die Favoritenrolle. „Wir wussten schon Wochen vorher, dass gerade diese Jungs sehr schnell sein würden. Das war nicht nur das Auto, sondern auch die Fahrerpaarung, die das Team so stark machen würde. Simyos, Gamehecht und Bilbo: Alles bekannte Kandidaten, die schon bei der RNC oder beim letzten 24h Rennen super stark unterwegs waren. Auf die mussten wir also sehr Acht geben“, schätzt Hasihno die Situation ein.

Jetzt wird’s ernst – das Qualifying
Nachdem noch einmal alle Fahrer die Zeit optimal nutzten, um ein paar Testrunden zu drehen, folgte das Fahrerbriefing. „Für gewöhnlich steigt dort die Anspannung am Meisten: Jeder möchte sich in den Sitz setzen und losfahren. Man steht dann die ganze Zeit im Kreis mit den anderen und schaut sich vielleicht noch einmal die Konkurrenten an. Meistens hört man nicht mehr wirklich alles, was einem da die Racecontrol erklärt, weil man sich in einem Tunnel befindet und schon die ganzen Runden im Kopf durchgeht“, erklärt JUJU. Direkt im Anschluss auf das Fahrerbriefing ging es dann zur Sache. Während die GTRC die Lobby öffnete, machten sich die Qualifying-Fahrer zur Ausfahrt bereit. Allen voran: J-Town, der das Beste für das ProDrive-Team herausholen sollte. Für MSP_KPR-Friendship ging Langstreckenspezialist MSP_TOMZON an den Start. Der Bielefelder war mit seinen Teamkollegen MSP_R3CO & KPR_Turbo als Mitfavoriten angereist – auch bedingt durch ihren strahlend hellroten SLS AMG. Für MSP_Greyhound übernahm MSP_keysn das Lenkrad, für MSP_ThreeNation machte sich der kurzfristig eingesprungene BMWilli bereit.

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Am Ende des Qualifyings bewahrheitete sich, was sich bereits nach den endlosen Teststunden angedeutet hatte: Der Audi R8 LMS Ultra vom Team ProDrive war schnell – so schnell, dass sich Qualifying-Pilot J-Town mit sage und schreibe 2,5 Sekunden Vorsprung die Pole-Position sicherte. Aber nicht nur MSP_ProDrive hatte eine Sensation im Petto: Auch Startfahrer MSP_kEysn sorgte für Furore, als er sich mit einer Top Runde auf Platz drei einreihte und somit seinem Team MSP_Greyhound überraschend starken Auftakt bescherte. MSP_KPR-Fahrer TOMZON fuhr lediglich eine Sekunde langsamer und landete auf Platz acht – ein Indiz darauf, wie eng das Qualifying war. Mehr als neun Fahrzeuge befanden sich innerhalb von zwei Sekunden und sorgten daher für wahrscheinlich das engste Qualifying eines 24h Rennens jemals. MSP_ThreeNation landete mit ein wenig Pech auf P13. „Das Qualifying ist nicht so ausschlaggebend, immerhin fahren wir ein 24h Rennen. Man muss sich nur aus dem Tumult halten, wenn man im Mittelfeld startet“, erklärt MSP_KPR Fahrer TOMZON.

It’s Hammer Time – Das Rennen
Nach dem Qualfiying ging es direkt zur Sache. Unmittelbar nach der Freude über die Poleposition stieg die Anspannung im stehenden Start an. Ein Fehler in der ersten Runde könnte das ganze Team weit zurückwerfen – also ging jeder auf Nummer sicher. Während ProDrive die Führung in der ersten Runde innehielt, schnappte sich kEysn für MSP_Greyhound den vorausfahrenden SLS AMG GT und somit den direkten Konkurrenten von MSP_ProDrive. Dahinter ging es zwar geordnet aber doch sehr heiß her. Gleich zehn Autos donnerten wie in einer Perlenkette über die Nordschleife, darunter auch die Vorjahressieger GTRP-6 im BMW Z4 GT3, die mit einer guten Rundenzeit trotzdem nur von P10 ins Rennen gingen.

In Runde 3 schnappte sich das KoD-eSport-GT-2 Team den Störenfried von MSP_Greyhound. Inzwischen war das ProDrive Team bereits zwölf Sekunden enteilt. Dahinter folgte immer noch die zehn Autos starke Perlenkette, in der besonders die Jungs von GTT-GER-7 im Nissan GT-R Druck nach vorne machten. Das sehr stark besetzte Team – vermutlich neben GTRP-6 und KoD mit der stärksten Fahrerpaarung – kämpfte allerdings mit der Charakteristik ihres Wagens und konnten daher nur Außenseiterchancen wahrnehmen.

Die erste Stunde
Nach etwa einer Stunde standen die ersten Boxenstopps an. In der Zwischenzeit war kEysn in seinem BMW M3 GT2 für MSP_Greyhound weit zurückgefallen. Einige Fahrfehler spülten den starken Qualifier ins Mittelfeld zurück. Kurzzeitig fand sich der GT-R von GTRennserien an der Spitze, der aber auf einer anderen Strategie unterwegs war und beeindruckend schnelle Fünf-Runden-Stints fuhr. Die erste Stunde war komplettiert und das Feld mit einer Ausnahme sehr eng beieinander. Wer die Ausnahme war: MSP_ProDrive. J-Town war nach einer Stunde bereits eine halbe Minute enteilt. Auf P2 folgten KoD-eSport-GT-2 gefolgt vom Schwesterteam in einem weiteren BMW Z4 auf P3. Auf P4 lauerte TOMZON im roten SLS des MSP_KPR Teams. Die Vorjahressieger GTRP-6 befanden sich zu diesem Zeitpunkt weit hinter ihren Erwartungen, fuhren sich aber Stück für Stück nach vorne und schnappten sich schon gerade nach Anbruch der zweiten Stunde und den ersten Fahrerwechseln den dritten Platz. Auch nach der dritten Stunde hatte sich an der Spitze nach wie vor nichts geändert. An der Spitze fuhr MSP_ProDrive – mit dem Schweizer MSP_hasihno am Steuer. Auf P2 folgten die unermüdlichen Jungs von KoD im SLS AMG, die gerade in dieser Zeit stark auf den Führenden aufholten. Der einstige Vorsprung von einer Minute schmolz mit jeder Runde, so, dass Hasihno den Audi R8 nur noch mit 20 Sekunden Vorsprung an JUJU in Stunde vier übergab. Von P3 bis P9 lief immer noch ein unerbittlicher Kampf, angeführt von den Titelverteidigern GTRP-6 und MSP_KPR. MSP_Greyhound bildete das Schlusslicht dieser Kampfgruppe, während MSP_ThreeNation sich langsam aber sich nach vorne arbeitete und in Stunde vier Rang 12 belegte.

GTTempel brilliert
In Stunde fünf fuhr sich das GTT-GER-7 Team in den Vordergrund. Nachdem GTRP_CSL den GT-R im Schwedenkreuz verloren und einen Totalschaden verursacht hatte, musste sich das Team von P10 wieder nach vorne kämpfen. Innerhalb von kürzester Zeit hatte sich dieses Team rund um GTT-Manuellardo wieder auf P5 nach vorne gefahren und befand sich somit wieder im Fight mit MSP_KPR. In Rennstunde sieben hatte sich nach wie vor an der Spitze nichts mehr getan. Nachdem JUJU von hasihno übernommen hatte, konnte er den Vorsprung wieder auf knapp eine Minute ausbauen, ehe der Schweizer wieder ins Lenkrad griff und bei Einbruch der Dunkelheit seine Pace wieder fand. Bis dahin waren sehr wenige Zwischenfälle passiert, viele Autos kämpften mit nur wenigen Sekunden Abstand um die Positionen. „Nach sieben Stunden hatten viele Fahrer ihren Rhythmus gefunden. Wer am Anfang noch schwächelte, hatte sich spätestens in seinem zweiten Stint wieder gefangen. Jeder braucht da seine Zeit“, meint KPR_Turbo.

Auch gegen Mitternacht hatte sich an der Spitze nichts mehr getan. MSP_ProDrive führte nach wie vor mit knapp zwei Minuten und hatte sogar damit seinen Vorsprung ausgebaut. Auf P2 folgte immer noch verbissen das Team von KoD-eSport-GT-2. Fast fünf Minuten dahinter befand sich GTRP-6.

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Horroszenario für MSP_Greyhound
Um ca. 03:00 ereilte das MSP_Greyhound-Team ein Horror-Szenario: Durch technischen Defekt war das Team rund um MSP_Nixnuz, MSP_keysn, chefdeblech und MSP_Pecaro dazu gezwungen, kurzerhand einen Lenkradwechsel durchzuführen. Die Demontage und der Aufbau des neuen Lenkrads kostete das Team rund 16min, sodass sie auf den vorletzten Platz zurückfielen. Im Laufe der Nacht hatte sich bis auf dieses Drama nichts getan. Lediglich GTT-GER-7 und MSP_KPR bzw. KoD-eSport-GT und GT-Treff lieferten sich enge Duelle um die Positionen. An der Spitze kontrollierte MSP_ProDrive das Geschehen: MSP_JUJU hatte den Wagen ab 00:15 übernommen und erst gegen 03:45 an J-Town abgegeben, der den Audi gleich zu Beginn des Stints zweimal in die Banden lenkte und sich einen Schaden einfuhr. „Ich habe mich am Anfang gar nicht gut gefühlt. Aber später habe ich mich dann eingegroovt“, sagt J-Town zu dieser Situation. J-Town war dann auf einem „Monster-Stint“ unterwegs und fuhr mehr als satte vier Stunden durch die Nacht in den Morgen. Gegen sieben Uhr morgens hatte ProDrive bereits jeden außer dem direkten Verfolger überrundet. Überraschender Weise waren inzwischen die Teams rund um MSP_KPR immer noch in einen engen Fight mit GTT-GER-7 verwickelt.

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Strafen für GTRP-6 & MSP_KPR

In Stunde 18 heimste sich MSP_KPR eine einminütige Strafe ein, als TOMZON zuvor nach einem vier Stunden Stint völlig übermüdet geradewegs in die Wand gefahren war und ohne Vorankündigung bei der Rennleitung mit KPR_Turbo einen Fahrerwechsel durchgeführt hatte. Die Rennleitung sah sich daraufhin dazu gezwungen, wie GTRP-6 zuvor eine Strafe auszusprechen. Dadurch verlor TOMZONs Team die Aussicht auf ein Podium und auch Platz vier an die hervorragend fahrenden GTT-GER-7. Noch unglücklicher: nur knapp 15 Minuten brach die Lobby der Rennleitung zusammen.

Vorzeitiges Ende des Rennens
Bei allen Fahrern fand sich nach 19 Stunden ein Black Screen wieder. Bestrebungen, das Rennen zur nächsten vollen Stunde wiederaufzunehmen, scheiterten immer wieder. Nach fast zwei Stunden, in denen erfolglos versucht wurde, das Rennen wieder neu aufzunehmen, entschloss sich die Rennleitung dazu, das Rennen vorzeitig abzuwinken. Zu diesem Zeitpunkt befand sich MSP_ProDrive mit 2:44min Vorsprung auf Platz 1. Auf Platz zwei folgten immer noch das Favoritenteam KoD-eSport-GT-2, auf Platz drei landeten die Vorjahressieger GTRP-6. GTT-GER-7 fuhr nach starker Aufholjagd auf P4, MSP_KPR komplettierte die Top 5.

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Die wahren Gewinner?

Neben den Siegern der Veranstaltung erhielt besonders ein Team den Respekt der Fahrer: Das THG-Team, das aus Holland angereist war, hatte das Rennen zwar auf dem letzten Platz aber dennoch erfolgreich beendet. Besondere Beachtung verdient natürlich auch John, der für das THG-Team an den Start ging und extra aus North Carolina, US
A eingeflogen wurde.

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Veni Vidi Vici - MSP_ProDrive siegt
Nach 19 Stunden war es also getan: MSP_ProDrive hatte sein Ziel erreicht und gewonnen: „Es ist einfach Wahnsinn, dass wir das nach dieser langen Vorbereitungszeit geschafft haben. Eigentlich dachten wir, dass wir nicht schnell genug sind. Und wir waren davon überzeugt, dass wir einfach nicht konstant genug wären. Aber genau das haben wir im Rennen bewiesen. Wir haben nicht einmal die Führung abgegeben und sind schlicht davon gefahren. Aber so einfach, wie es klingt, haben es uns die KoD-Jungs nicht gemacht. Sie warne zu jeder Zeit brutal schnell und besonders Gamehecht hat wie ein Verrückter gepusht. Jetzt sind wir einfach froh, dass es vorbei ist und dass wir mit solch einem Auto gewinnen konnten. Ich bin super stolz auf mein Team und super stolz auf meine Community. Aber auch, dabei gewesen zu sein und Teil dieses Teams zu sein – das macht mich zu einem zufriedenen Fahrer. Es war ein tolles Wochenende und das werde ich wohl nie wieder vergessen!“, sagt Sieger MSP_JUJU. Ein tolles Schlusswort zu einem Wochenende, das wohl jedem noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Wir danken allen Teilnehmern und der Rennleitung und freuen uns auf neue Herausforderungen!

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