MSP Phoenix Racing

Share to Facebook Share to Twitter Share to Google Plus

 CLICK FOR ENGLISH england flagge

[Motegi, Japan] Ein Satz mit X. Bei einem äußerst schwierigen 6h-Rennen tun sich die Teams von MSP Phoenix Racing äußert schwer und büßen einige Punkte in der Meisterschaft ein. Das Fazit: Für MSP Phoenix Racing war die Reise nach Japan also umsonst. Schon vor dem Jahresabschluss-Rennen in Motegi war klar gewesen, dass die Pace nicht stimmte. Dies bestätigte sich auch beim Rennen. Während der einzige MSP-HPD eigentlich relativ solide aber dennoch abgeschlagen auf dem siebten Platz ins Ziel kam, enttäuschten die beiden anderen Einsatzfahrzeuge der Teams 83 und 85 in der GTE-Klasse.

Team 38 (HPD): Rang sieben im Qualifying, Rang sieben im Rennen

Der einzige MSP-Prototyp (Leykamm/Schneider) gelang mit Rang sieben eine deutlich bessere Ausgangslage als erwartet. Den Start und die ersten drei Stunden übernahm Leykamm, der gerade in der hitzigen Anfangsphase einen kühlen Kopf bewahrte und sich sicher in den Top-10 durch das Start-Gehetze bewegte und dabei keinen Platz einbüsste. Allerdings ging nach vorne nicht wirklich viel, weshalb man die Strategie umstellte und bei den Stops keine Reifen wechselte. Das führte dazu, dass Leykamm satte drei Stints auf einem Satz abspulte und auf Rang sieben liegend  an Schneider übergab, der diese Strategie letztlich fortfuhr. Schneider war dazu in der Lage, die Lücke auf Rang sechs (Teo Martin eSports) zu schließen und die Konkurrenz anschließend zu überholen. Planmäßig war Schneider wie sein Teamkollege Leykamm auf einem Triple Stint unterwegs und wollte für den Splash’n’Dash in der letzten halben Stunde mit dem angefahrenen Reifensatz weiterfahren. Dann machte ihm aber eine Pylone, die sich bei einem Überrundungsmanöver unter seinem HPD verfing, einen Strich durch die Rechnung. Diese wildgewordene Pylone sorgte dafür, dass Schneider nicht einmal bis in den sechsten Gang kam und seinen angestrebten Splash’n’Dash vorziehen musste. Das führte dazu, dass er den Rest des Rennens mit einem vollgetankten Auto auf komplett runtergefahrenen Reifen absolvieren musste, weshalb Team 38 Rang sechs verlor und schließlich  auf Rang sieben ins Ziel kam.

neo round3 car38 800px

Team 83: Bestes Resultat der Saison, Freude bescheiden

Für MSP Phoenix Racing 83 verlief das Rennen an sich nicht schlechter als beim Schwesterteam in der Prototypen-Klasse. Dennoch fehlte die Pace, um überhaupt in die Nähe einer Top-10 Platzierung zu kommen. Startplatz 26 im Quali bedeutete zudem, dass ein Platz in den Punkterängen nur schwer zu erreichen war. Gleich zum Start profitierte Startfahrer Hoffarth vom Massencrash in Kurve eins, machte knapp zehn Plätze gut und musste gerade so dem Schwesterauto von Team 85, das auch in den Unfall verwickelt war, ausweichen und einen Zusammenstoß verhindern. Von da an absolvierten Hoffarth, Papenbrock und Birkiye fehlerfreie Stints und bewegten sich im Laufe des Rennens konstant auf den Plätzen 16-18. Weiter nach vorne ging es nicht und auch hinten war genug Luft, sodass der #83er-Ford relativ unaufgeregt auf dem 17. Rang ins Ziel kam. Gleichzeitig bedeutet dies das beste Saisonresultat für die Truppe, die bei den ersten beiden Rennen schon schwer gebeutelt wurde.

neo round3 car83 800px

Team 85: Total verkorkstes Rennen

MSP Phoenix Racing 85 durchlebte ein total verkorkstes Rennwochenende. Der zweite MSP-Ford konnte sich zwar mit einer starken Runde “nur” auf Quali-Rang 14 platzieren, was allerdings teamintern als Erfolg bewertet wurde, nachdem man sich auf ein schlechtes Rennwochenende eingestellt hat. Es blieb jedoch bei diesem Erfolgserlebnis, denn schon mit dem Start ging das ganze Rennen den Bach herunter. In Kurve eins bremste Startfahrer Jestädt relativ spät und wurde durch den auftretenden Stau, der durch einen Unfall vor ihm entstanden war, überrascht. Es kam zu einer schweren Kollision mit dem SimRC Fahrzeug vor ihm, allerdings beschädigte dies den #85er-Ford kaum. Mit wenig Zeitverlust kämpfte sich Jestädt wieder ins Rennen zurück und zeigte eine gute Pace. Auch Tanson überzeugte mit guten Rundenzeiten, dass sogar Aussicht auf einen Rang in den Top-10 bestand. Diese Hoffnungen wurden aber schnell begraben, als Grünastel während seinem ohnehin schon langsamen Stint einen Lenkradausfall beklagen musste. Dadurch kam der #85er-Ford in Kurve eins zum Stehen und musste zurück zur Box gezogen werden. Team 85 verlor dadurch anderthalb Runden und rutschte aus den Punkterängen. Erst kurz vor Schluss gelang es der gebeutelten Truppe, sich auf Rang 19 und damit wieder auf einen Punkteplatz zurückzukämpfen.

Nächstes Rennen im nächsten Jahr

Mit dem Rennen in Motegi ist nicht nur das letzte Rennen des Jahres sondern auch die Saisonhälfte erreicht. Im kommenden Jahr warten zwischen Januar und März drei großartige Events am Nürburgring, in Spa Francorchamps und zu guter Letzt in Le Mans, wo das 24h Rennen ausgetragen wird. Den nächsten Halt erleben wir am 14. Januar 2018, wo die Teams am legendären Nürburgring alles geben werden, um zum Jahresstart ein Ausrufezeichen zu setzen.

neo round3 results hpd 800px

neo round3 results gte 800px


  • Phoenix Racing Logo
  • iArt Logo
  • Gerhard Gotsch Logo