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Ein 6h Rennen auf der Nordschleife verspricht stets eine Mischung aus Dramatik, Frust, Überraschungen und Glück. Auch dieses Mal war von allem ein Stück dabei. Aber von vorn:
Verheißungsvoll war auch dieses Mal wieder die Ausgangslage für vier MSP Teams. Neben den bereits aus den vergangenen Rennen bekannten Paarungen der AMGs mit den Nummern #23 (Jan-Eric Hoffarth und Daniel Longerich), #85 (Lukas Jestädt und Robin Hasse) und #86 (Gregory Tanson und Yasin Alpay), bestritt in unserem Porsche mit der #40 neben Alex Thiebe Aldo Massa das Rennen. Massa, den Alex vom Porsche iRacing Cup kennt, kam durch eine Verkettung glücklicher Zufälle für dieses Rennen zu MSP, da bei beiden der Teamkollege nicht teilnehmen konnte.


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Blechschäden und Ausfälle zu Beginn 

Lukas und Gregory gingen das Rennen P5 bzw.P6 an, während der dritte AMG etwas weiter hinten auf P13 startete. Alex startete das Rennen hinter Kim Eriksson von Black Star Racing von P2.
Während die GT3s weitgehend ohne Unfall die GP-Strecke passierten, konnte Alex Thiebe den Unfällen der Porsche-Klasse in Kurve 1 aus dem Weg gehen. Die #85 und #86 konnten ihre Plätze gegenüber der Konkurrenz behaupten und die #23 konnte gleich in der ersten Kurve zwei Plätze gutmachen.
In der GT3 Klasse verschoben sich die Zwischenfälle auf die Nordschleife. Für die AMGs wurde es gefährlich, als Alex Arana im GTros Audi Höhe Mutkurve in die Leitplanke krachte, nachdem er von Juan Lopez von VendavalSimracing berührt wurde.
Lukas konnte sich in den ersten Minuten leicht von der Konkurrenz absetzen, da diese mehrere kleinere Fehler machte und Lopez das Rennen bereits nach Runde 1 aufgab. Die #85 war von da an erster Verfolger der AMGs von Pure Racing Team und Heusinkveld CORE Motorsports, die jedoch zu diesem Zeitpunkt schon weit enteilt waren.Hinter dem MSP Auto von Lukas Jestädt konnte fand sich Jan Sentkowski, Lukas' ärgster Konkurrent in der Meisterschaftswertung. Ihn konnte er allerdings auf Distanz halten und den Abstand zu ihm sukzessive vergrößern.

 

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Alles fängt an zu straucheln, auch das Internet leider

 

Für alle MSP Autos lief es bis zur Mitte des Rennens hervorragend. Die Überrundungen liefen bis auf die üblichen, stellenweise haarigen Situationen problemlos ab. In der Porsche Klasse konnte Alex, nachdem Kim Eriksson mit technischen Problemen an seinem Lenkrad als stärksterKonkurrent zurückfiel, die Führung übernehmen und sie Stück für Stück ausbauen.
Die #86 und #23 machten derweil einen Platztausch, um sich nicht gegenseitig im Weg zu stehen und Lage fing an angespannter zu werden mit fortschreitender Zeit. Team Heusinkveld verlor kurz die Kontrolle über deren AMG Höhe Brünnchen unmittelbar hinter der #23 liegend und musste mit kaputter Aufhängung zurück in die Box, konnte danach aber weiterfahren. Wenig später schied auch unser Topteam leider aus, nachdem Robin Hasse, während er im Auto saß, die Verbindung zum Server verlor. Somit war das Rennen für die #85 und die Hoffnung auf eine vordere Platzierung dahin und mussten vollends nach einem weiteren Unfall aufgeben. Die #23 hatte von nun an auch mit Gunnar Miesen zutun. Er schob sich vor den MSP Phoenix Racing AMG, da er beim Boxenstop auf einen frischen Satz Reifen verzichtete. Durch die vielen Zwischen- und Ausfälle von denen sowohl die #23, als auch die #86 verschont blieben, ging es beim Duell gegen Gunnar Miesen bereits um das Podium.

 

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Grazie Aldo!

Also dann, Schlussphase: Für den Porsche war alles klar. Aldo Massa, der für die letzten knapp zwei Stunden das Lenkrad von Alex übernahm, der in der Zwischenzeit einen beachtlichen und komfortablen Vorsprung von über einer Minute herausgefahren hat, ließ nichts mehr anbrennen. Der Italiener bewegte den Porsche routiniert über die Nordschleife und konnte somit den bislang einen der größten Erfolge für Alex, sich selbst und für MSP Phoenix Racing abseits der GT3 einfahren. Ein riesengroßes Dankeschön an dieser Stelle nochmal an Aldo, dafür dass er so mir nichts dir nichts mit Alex zusammengefahren ist und ihn auf der Strecke sehr gut ergänzt hat.

 

Showdown in der GT3

Unerwartete Umstände überraschten so manchen. Sowohl die #23 als auch die #86 mussten sich um ihre Platzierungen Sorgen machen, da in riesen Schritten Jan Sentkowski vom Team Heusinkveld herannahte. Das Podium war zum Greifen nah, da zwischenzeitlich Heusinkveld CORE Motorsports nach einem schweren Unfall aufgeben musste. Somit war ein MSP Auto vorübergehend schon mal auf dem Podium. Als hätte die #23 in diesem Rennen nicht schon genug Glück gehabt, verunfallte auch noch Gunnar Miesen und musste ebenfalls aufgeben. Somit lag das Team kurz vor Schluss auf Platz 2 in der Gesamtwertung. Der Platz war aber noch alles andere sicher. Der zuvor erwähnte Jan Sentkowski machte weiter Druck und holte Sekunde um Sekunde auf. Die #23 verzichtete für den letzten Stop auf einen frischen Satz Reifen, um Zeit einsparen zu können, wohingegen die #86 mit frischen Reifen versuchte, den Team Heusinkveld in Schach zu halten. Für die #86 ging die Rechnung zum Ende nicht auf und für die #23 wurde es noch einmal eng. Mit 15s Vorsprung auf Sentkowski ging es in die letzten zwei Runden. Ein Zwischenfall oder ein ungünstig kommender Porsche oder Mazda würde das Unterfangen Positionsverteidigung erheblich erschweren. Als hätte das Team für dieses Rennen nicht schon genug Glück gehabt, dass es von P13 auf P2 vorkam, hatte auch der Führende mit technischen Problemen zu kämpfen, was dazu führte, dass das Auto nur stark beschädigt weiterfahren konnte. Der große Vorsprung reichte aber aus, um nicht Gefahr zu laufen, den Sieg aus der Hand zu geben. Und auch für das MSP Team reichte der Vorsprung aus und überquerte die Ziellinie auf einem sensationellen zweiten Platz. Die #86 brachteYasin Alpay als ebenso sehr guter Vierter über die Ziellinie.

 

Zusammen mit dem Sieg im Porsche ist das für MSP Phoenix Racing ein weiteres erfolgreiches Rennen in der VLN gewesen, wenn auch das Topteam leider ausschied.

 

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