MSP BGT 2017 Silverstone 2

Share to Facebook Share to Twitter Share to Google Plus

Harte Bandagen

Vom Massencrash verschont geblieben, dank der Platzierung im vorderen Mittelfeld, konnte Lukas Jestädt halbwegs unbeschadet die ersten Runden im Renntrimm drehen. Im Folgenden entstand ein großer Pulk an Fahrzeugen, in dem auch unser MSP Phoenix Racing McLaren unterwegs war. Die Positionen waren hart umkämpft und die alte Grand Prix Strecke in Silverstone erlaubt zudem zahlreiche Möglichkeiten den Gegner zu überraschen. Insbesondere im letzten Sektor war das Hineinstechen ein beliebtes Manöver, um den Gegner in einen Fehler zu zwingen und sich vorbeizudrücken. Ein um das andere Mal war auch unser Auto ein Opfer davon und Lukas und wurde ins Gras gedrängt. Er verlor einige Positionen und sortierte sich im Pulk weiter hinten auf Position 19 ein.

bgt3 1

 

Andere Strategie zahlt sich nicht aus

Insbesondere im Vergleich zum Ford GT hatte der McLaren mit erheblichem Reifenabbau zu kämpfen. Um dem zumindest ein wenig entgegenwirken zu können, beschloss das Team anstelle der üblichen 2 Stop Strategie, einen zusätzlichen Stop einzulegen. Man verhoffte sich eine deutlich bessere Pace mit leichterem Auto, um den zusätzlichen Stop zu egalisieren. Die Zeiten der Konkurrenz machten aber deutlich, dass der Vorteil zu gering bis nicht erkennbar war und somit verlor das Team zusehends an Boden. Zahlreiche Zweikämpfe erschwerten zudem die Aufholjagd.

bgt3 2

 

Also wenn's schon sch... läuft, dann aber richtig!

Je länger das Rennen dauerte und je absehbarer die falsche Strategieentscheidung war, kam auch noch mehr und mehr Pech dazu. Reto Hartmann, der nach der Rennhälfte das Steuer übernahm, konnte nicht ganz das Tempo von Lukas Jestädt mitgehen und hatte einen frustrierten Frederik Rasmussen von CoRe Simracing Orange im Nacken, der in großen Schritten näher kam, nachdem er in der Einführungsrunde auf Platz 1 liegend einen Disconnect hatte. Nach einem kleinen Quersteher des MSP McLarens in Kurve 8 reagierte Rasmussen zu spät, krachte in Hartmanns Auto hinein und drehte ihn. Die nachfolgenden Schäden am Auto waren gering und der Zeitverlust pro Runde war zu vernachlässigen. Allerdings drohte, aufgrund der Anzahl der Incidents, eine Stop&Go Strafe, sollte es zu einem weiteren Zwischenfall kommen.

bgt3 3

 

Boxenausfahrten ...

Wenn schon der Wurm drin ist, dann soll es auch ein riesengroßer sein. Es kam dieses Rennen schon einiges zusammen, sollte aber noch nicht das Ende der Fahnenstange gewesen sein. Bei der Ausfahrt des letzten planmäßigen Boxenstops, zog der McLaren von Apex Racing völlig unverständlich in unseren McLaren rein. Die Kollision war heftig aufgrund der hohen Geschwindigkeit beider Autos an dieser Stelle. Glücklicherweise sind die Leitplanken an dieser Stelle weit genug weg und ein schwerwiegender Einschlag in die Mauer konnte vermieden werden. Die Kehrseite dieses Einschlags war allerdings das Überschreiten des Incidentlimits, was eine Stop&Go Strafe zur Folge hatte. Die Umstände des Rennens und die Fehlentscheidung, 3 Stops zu machen, führten aber dazu, dass die Strafe nur sehr wenige Platzierungen kostete. Auf Platz 33 letztendlich fuhr das Team um Lukas Jestädt und Reto Hartmann mit einer Runde Rückstand über die Ziellinie.
Insgesamt ist in diesem Rennen alles zusammengekommen: Strafen, Unfälle, strategische Fehlentscheidungen. Hoffen wir darauf, dass Silverstone alles für sich in Anspruch genommen hat in Bezug auf Rennunglück und schauen wir nach vorne in Richtung Zolder. 
Nach 3 Rennen liegt unser Team, trotz Silverstone, immer noch in der Gesamtwertung auf Platz 14.

bgt3 4


  • Phoenix Racing Logo
  • iArt Logo
  • Gerhard Gotsch Logo