F-Renault Bathurst

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[Bathurst, NSW] Der Berg ruft: Beim gestrigen Lauf des F-Renault 2k World Cups forderte der berühmt berüchtigte und weit gefürchtete Mount Panorama im australischen Bathurst, New South Wales einige Opfer. Traditionell erwies sich das Rennen als ein Drahtseilakt, der die perfekte Kombination zwischen Schnelligkeit, Konzentration und Risikobereitschaft verlangte. Mit dabei: Meisterschaftsanwärter Lukas Gotsch sowie seine Teamkollegen Lukas Jestädt und Julien Grünastel, die beim letzten Durchgang im Oulton Park jeweils das Rennen in den Top 10 beendeten.

Mäßiges Qualifying verhindert mehr

Vor dem Rennen hatten sich besonders Jestädt und Grünastel bessere Chancen auf ein Top-5 Ergebnis erhofft, wurden aber schnell im Qualifying wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Plätze 6 und 11 standen am Ende für den Fuldaraner und seinen Trierer Teamkollegen zu Buche. Leistungsträger Gotsch musste hingegen nach einer kontroversen Strafe, die noch nachträglich vom Imola Rennen ausgesprochen wurde, aus der Boxengasse starten, was ihm Nachhinein alle Chancen auf einen Dreikampf um den Sieg verhinderte.

Jestädt rettet P4

Gleich am Start machte Jestädt auf dem Weg zur ersten Kurve eine Position gut und platzierte sich direkt hinter den Führenden Schothorst, Berryman, Brunner und Mangan. Im Laufe des Rennens behielt der 22-jährige einen konstanten Abstand von ca. drei bis fünf Sekunden zum Vorderfeld, konnte aber gerade auf das widerspenstige Duo Brunner & Mangan aufschließen, als die sich nicht einig werden konnten und jede zweite Kurve nebeneinander durchfuhren.

Weitere Eskapaden der beiden Streithähne kosteten Jestädt viel Zeit und auch den Anschluss auf die beiden Führenden. Nach den Boxenstops profitierte Jestädt von einem Fehler Mangans, der ihn zuvor schon mit seinem waghalsigen Manövern in den Wahnsinn getrieben hatte. Doch auch Jestädt unterlief ein nahezu verhängnisvoller Fehler, als dieser im Berabstück die Mauer touchierte und so sein Auto leicht beschädigte.

Bis zum Rennende konnte der Fahrzeugtechnik-Student die Nase vorn behalten und so hinter Brunner den vierten Platz und damit gute Punkte für die Meisterschaft einfahren. Dennoch ärgerte sich Jestädt über die verpasste Chance eines möglichen Podestplatzes, den er durch die vehementen Attacken Mangans verlor.

Grünastel profitiert von Ausfällen

Änhlich wie Teamkollege Jestädt machte auch Grünastel beim Start einen Platz gegenüber seinem Kontrahenten Greg Seitz gut. Während Jestädt das Geschehen der Spitze fast schon entspannt von hinten betrachten konnte, lieferte sich Grünastel im vorderen Mittelfeld einen erbitterten Kampf, in dem gut acht Autos gleichzeitig verwickelt waren.

Trotz der Widrigkeiten, die den Fahrern durch die besondere Streckencharakterisitik bereitet wurden, schienen nicht viele der Teilnehmer auf die außerordentliche Gefahr eines Abfluges Rücksicht zu nehmen. Früh unterlief dem Top-Piloten Michael Mittner in den Esses ein Fahrfehler, den den Meisterschaftszweiten Hugo Preto mit ins Verderben riss. An selber Stelle erwischte es auch den Niederländer Nick Thissen, der zu einem gefährlichen Hindernis auf der Strecke wurde. Grünastel und sein engster Verfolger Seitz blieben überwiegend von den Ereignissen verschont und profitierten so vom Pech der anderen.

Nach dem obligatorischen Boxenstopp entwickelte sich dann ein Dreikampf zwischen Grünastel, Seitz und Osterkamp - mit besserem Ende für Grünastel, der so den achten Platz behaupten konnte und nach tollen Rad and Rad Kämpfen mit Seitz seine zweite Top-10 Platzierung im Rahmen des 2k World Cups feiern durfte.

Gotsch mit Hypothek

Den sicherlich schwersten Weg hatte Lukas Gotsch vor sich. Nach einer dubiosen Steward-Entscheidung, die ihm den Start aus der Boxengasse aufzwang, sah sich der Österreicher in MSP-Diensten zu einer Aufholjagd genötigt. Schon früh fand sich der Titelkandidat aus Wien in den Top-10 wieder, verlor aber zwischenzeitlich ca. zehn Sekunden, als es zu einem beinahe Unfall mit einem Konkurrenten kam.

Nach dem Stopp mauserte sich Gotsch sogar am Teamkollegen Grünastel vorbei, ehe er sich Brandon Lockwood krallte und damit auf P6 vorfuhr. Auf Platz fünf angekommen, ging die Wahnsinns Aufholjagd mangels weiterer Runden zu Ende. Beim Kampf um den Sieg zwischen Peter Berryman und Freek Schothorst konnte Gotsch demnach nicht mehr mitmischen und muss damit einen mittleren Punkteverlust verdauen

Nächstes Rennen in der neuen Season

Foglich belegt Lukas Gotsch aktuell den zweiten Gesamtrang mit 462 Punkten, den er sich gemeinsam mit Justin Brunner teilt. Beide fehlen 120 Punkte auf den Gesamtführenden Schothorst. Lukas Jestädt folgt hinter dem punktgleichem Duo mit 438 Punkten auf Rang vier.

Nach dem doch sehr ungewöhnlichen Rennen am Mount Panorama folgt nun eine drei wöchige Pause bis zum 18. September. Welche Strecke dann zu bewältigen ist, erfahren wir, sobald der Plan zur neuen Season veröffentlicht wird.

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