Audi R8 LMS

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[Spa Francorchamps] Ein Jahr nach dem Desaster-Rennen kehrte MSP nun auf die Traditionsstrecke in den Ardennen zurück. Damals vergab das #1-Team alle Möglichkeiten auf ein Top-Resultat aus der eigenen Hand und verspielte so zum ersten großen Event der ehemaligen iRacing-Frischlinge einen Einstand nach Maß. Dieses Jahr sollte alles anders werden. Das Team rund um Lukas Jestädt, Gregory Tanson, Reto Hartmann und Julien Grünastel war bereits im vergangenen Jahr in dieser Konstellation an den Start gegangen und wusste, was auf sie warten würde. Mit seinen 7,004 km und 21 Kurven bereitet die Strecke von Spa Francorchamps eine riesige Herausforderung für die Fahrer - besonders Heikel: Die berühmten Kurven wie Eau Rouge oder Blanchimont waren in der Vergangenheit immer ein Garant für heftige Abflüge gewesen.

Codename: Haribo-Taktik

Unter dem Codenamen Haribo war das Quartett mit zwei Audi R8 LMS an den Start gegangen. Während Tanson auf dem #1-Auto saß, übernahm Jestädt im #5-Auto den Start. Ziel war es, nach dem ersten Stint mit dem besser platzierten Auto weiterzufahren und das Schwesterauto demzufolge abzustellen.

Unter diesem Vorwand ging Tanson nach einem äußerst engen Qualifying von P16 ins Rennen, Jestädt griff im 60-Autos starken Feld von P24 aus an. Nach kurzer Zeit sortierten sich Tanson und Jestädt im Kampf um die Plätze 12-15, während an der Front die Polesetter von GTros den Seriensiegern von CORE und PRT das Leben schwer machten. Stark auf dem Vormarsch war ebenfalls die Elite-Truppe von VRS Coanda Simsport, die sich Runde um Runde an ihren Gegnern vorbeizwängten, nachdem sie wegen einem verhältntismäßig mäßigen Qualifying nur von P15 aus in Rennen gingen.

Drei Stunden und zwei Stints später entschied man sich bei MSP, mit der besser gelegenen #5 weiterzufahren. Folglich stellte Tanson seinen roten MSP-Audi ab und wechselte wie seine Teamkollegen auf die blaue #5. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die #5 auf P11 und die #1 auf P13.

24hspa team1 2

Fehlerlos durch die Nacht

Zwar waren die ersten Stunden unfallfrei überstanden, dafür war aber der harte Teil des Rennens noch nicht erreicht. Die Erfahrung aus mehreren 24h-Rennen hatte gezeigt, dass besonders in den frühen Morgenstunden mit der Müdigkeit auch Fehler passieren. Nicht aber bei der MSP-Speerspitze, die relativ unbeeindruckend durch die Nacht segelte und auch nach kritischen Morgenstunden immer noch fehlerfrei das Auto über die Berg- und Talfahrt der Ardennen gleiten ließ. Während es beim MSP-Team reibungslos lief, hatte die Nacht wieder prominente Opfer gefordert: Darunter erwischte es VRS Coanda Simsport, die nach einem Ghost-Contact im Verkehr in der Bus-Stop-Schikane ihren Wagen völlig zerstört abstellen mussten. Genauso traf es die Jungs von Core Simracing, die von einem Überrundeten aus dem Rennen genommen wurden. Auch traf es die Truppe von ineX, die beim Blancpain GT Series Lauf in Spa noch im Mercedes die Plätze 1-3 belegten. Die direkte Konkurrenz aus dem Hause TriMates beendete das Rennen auch vorläufig, als dem Team scheinbar die Fahrer ausgingen.

"Blue Betty" trägt MSP ins Ziel

Unter dem liebevollen Kosenamen “Blue Betty” bescherte der Audi R8 LMS dem MSP-Team bis zum Rennende weiterhin eine problemlose Fahrt. Am Ende hieß es Rang sechs für das “Vier-Länder-Team”, das mit konstanten Rundenzeiten in die Top 10 fahren konnte. Der Sieg ging an CORE Motorsports, die sich schon in Stunde eins die Führung schnappten, als die Polesetter von GTros mit einem heftigen Abflug in Blanchimont alle Aussichten auf eine Podiumsplatzierung verloren. Platz zwei, drei und vier gingen an PRT, während das neu gegründete Team von JIM Thrustmaster auf Platz fünf vor MSP landete.

“Für eine bessere Platzierung hätte es wohl nicht gereicht. Dafür war unser Setup zu konservativ und unsere Konkurrenten zu schnell. Trotzdem bin ich über diesen sechsten Platz sehr glücklich, gleichzeitig bin ich sehr stolz auf meine Teamkollegen und bedanke mich für die gute Zusammenarbeit, auch wenn sie zu anfangs etwas holprig war”, so ein sichtlich zufriedener Lukas Jestädt nach dem Rennen. Mit diesem Ergebnis konnte das Team die schlechten Erinnerungen an das letztjährige Rennen verstreichen lassen und so beweisen, dass man mit Konstanz weit nach vorne fahren kann.

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