AVIA vVLN Car #143

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[Nürburg] Am vergangenen Freitag fiel der Startschuss zum 6. Lauf der AVIA vVLN powered by Simracing Deutschland e.V. Nach dem Debakel aus dem letzten Rennen hatten sich Team 1 und Team 4, die gemeinsam im ersten Grid starteten, den Weg zur Wiedergutmachung vorgenommen. MSP hatte nach den herben Enttäuschungen auch eine Besserung bitter nötig, zumal die nicht einwandfreien Rennen stark am Selbstbewusstsein der Fahrer kratzten. Allerdings kamen die Zuschauer nicht wie gewohnt in den Genuss des Livestreams von SRD – da dieser aufgrund Hardware-Problemen ausfiel, schalteten die Jungs von RSO am schnellsten und stellten einen nicht weniger guten Livestream zu Grid 1 auf die Beine.

Team 1 (#193) – Podest besiegelt letzte Kritik

Die MSP-Speerspitze war abermals ohne die Legende angereist. Über die vier Stunden Hatz teilten sich jeweils Lukas Jestädt und Gregory Tanson planmäßig das Cockpit des roten MSP-Audis. Bei etwas komisch zu fahrenden Bedingungen setzte Jestädt bereits im Qualifying ein Ausrufezeichen, als der gebürtige Fuldaraner den dritten Startplatz knapp hinter den Steckenpferden von CORE und PRT einfuhr. Im Rennen bestätigte der 22-jährige seine Form und klemmte sich schnell nach dem Rennstart hinter die beiden Führenden. Nach einem soliden Stint übergab Jestädt an Tanson – zu diesem Zeitpunkt betrug der Vorsprung auf P4 schon gute 25 Sekunden.

Auch Tanson ließ in seinem Stint wenig anbrennen, konnte sogar mit überarbeiteten Setup seine persönlich schnellsten Rundenzeiten in den Asphalt der Grünen Hölle knallen. Wenig später griff der kränkelnde Jestädt wieder ins Lenkrad, verwaltete den komfortablen Vorsprung und trug die #193 mit einem wohlverdienten dritten Platz ins Ziel. Insgesamt beendeten die zwei ein entspanntes und völlig dezentes Rennen unter dem Radar der Zuschauer. Den Sieg schnappte sich CORE Motorsports überlegen vor PRT.

All die Kritik, die zuvor im Raum stand, war wie weggeblasen, als sich Tanson und Jestädt über ihren Podestplatz freuen konnten.  Zum kommenden Lauf wird sich das MSP-Aushängeschild neu sortieren und versuchen, die Lücke zu den Favoriten zu schließen.

Team 4 (#143) – Bis zur letzten Kurve gekämpft

Der Plan der Wiedergutmachung schien aufzugehen. Während Team 1 komplett entspannt den Podiumsplatz verwaltete, hatte das Schwesterauto mit der #143 mehr zu kämpfen. Hier teilten sich der Eidgenosse Reto Hartmann und Julien Grünastel den blauen MSP-Audi. Ins Rennen ging es für die beiden guten Freunde von Platz neun aus. Startfahrer Grünastel machte schon im ersten Stint zwei Positionen gut, hielt sich aber gerade am Anfang ziemlich bedeckt. Der 21-jährige übergab den Audi R8 LMS schadenfrei an Hartmann, der mit guten Rundenzeiten aus dem Training frohlockte. Einziges Problem: Der Sprit – gerade der St. Galler hatte sichtlich schwer mit dem Spritverbrauch zu kämpfen, musste sogar im Laufe der letzten Runde stark verlangsamen, um überhaupt die acht Runden zu schaffen. Beim Stopp einigten sich beide Teamkollegen auf einen Fahrerwechsel. Nach dem Stopp befand sich die #143 bereits auf Rang 6.

Wenig später kam man nach dem letzten Stop nur wenige Sekunden hinter P4 (SB Motorsports) aus der Box. Entgegen der Spekulationen war Grünastel weiterhin im Auto sitzen geblieben und feuerte von da an ein Feuerwerk an Rundenzeiten ab. Drei Runden später überholte die #143 die Konkurrenz aus dem Hause Mercedes-Benz, konnte aber nicht entscheidend Zeit gutmachen, um wegzuziehen. So entwickelte sich ein heißer Fight in den letzten Runden, in denen die zwei Fahrzeuge höchstens 0,7 Sekunden trennten. In der letzten Runde erwischte SB Motorsports in Höhe Lauda-Eck den auf P2 liegenden Ruf C-Spec von HAWK beim verzweifelten Versuch, an der #143 dranzubleiben. Trotz des Unfalls blieb der Abstand unverändert. Auf der Döttinger Höhe zog der Benz daneben, nach der Senke kollidierten die beiden Fahrzeuge in der Hitze des Gefechts. In Anfahrt auf die Hohenrain-Schikane kam es unmittelbar nach dem ersten Kontakt zu einem zweiten Kontakt, als der AMG GT3 den MSP-Audi mit einem fragwürdigen Manöver (derzeit in Untersuchung durch die Rennleitung) von der Strecke schob. Wenige Meter vor dem Ziel verlor Grünastel damit den stark erkämpften vierten Platz. Nichts desto trotz schien Team 4 nach dem Rennen mit dem Rennverlauf dennoch sehr zufrieden zu sein. Ein Top 5 Ergebnis bestätigte auch hier, dass die Form stimmt, wenn alles zusammenläuft.

Die Sommerpause ist da!

Der sechste Lauf markiert das letzte Rennen in diesem Sommer. Weitergehen wird es erst in drei Monaten, dann aber mit einem sechs Stunden Rennen! Wir freuen uns auf den nächsten Lauf und genießen bis dahin die wohlverdiente Ruhe!

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