VLN Endurance Championship Rennbericht Nürburgring

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 So vielversprechend dieser Tag auch begonnen hat, so enttäuschend ist er zu Ende gegangen.

Frühes Aus für das Topteam
Für das Topteam MSP-DRIVERS-HOME 1 lief der erste VLN Endurance Championship Lauf auf dem Nürburgring alles andere als nach Plan. Bereits in Kurve Eins musste der Audi R8 GT3 mit der Startnummer #193 einen Rückschlag hinnehmen. Von der 10. Position gestartet, ging es zu dritt in die Mercedes Arena. Jörn Jens im Coanda Simsport BMW touchierte das MSP-Fahrzeug hinten rechts, das sich in den Verkehr eindrehte. Glücklicherweise konnten alle Fahrer ausweichen, doch nun musste Tanson das Rennen von der 23. und letzten Position des GT3 Feldes in Angriff nehmen.
Nach dieser ersten Ernüchterung konnte der Luxembourger bis zum Ende seines Stints wieder auf den 11. Platz nach vorne fahren.
Bei der Einfahrt in der Boxeneinfahrt stauten sich kurioserweise 4-5 GT3 Fahrzeuge, die alle von Vortex SimRacing, das quer in der engsten Stelle der Einfahrt stand, aufgehalten wurden. Nachdem sich nach einer gefühlten Ewigkeit die Bahn endlich frei war, wollte jeder natürlich zuerst seine Boxencrew erreichen. Unglücklicherweise fuhr dabei ein Konkurrent in den MSP-Audi hinein, was zu einer gebrochenen Radaufhängung und einer Reparatur von 11 Minuten führte. Die Standzeit hätte durch den Einsatz eines Fast-Repairs vermieden werden können, doch leider war die Reaktion von Hartmann und Tanson zu spät und die Boxenmannschaft setzte schon zur Reparatur an, als das Kommando kam.
Dadurch wurde das MSP Team chancenlos nach hinten gereicht und man entschied sich dafür nicht mehr auf die Strecke zu gehen. Somit war das Rennen bereits viel zu früh für das MSP-DRIVERS-HOME 1 Team beendet.

Hartnäckigkeit zahlt sich aus
MSP-DRIVERS-HOME 2 erging es nicht weniger gut. Auch dieses Mal sorgte der erste Boxenstopp für trübe Gesichter. Nach einem guten ersten Stint des alleine fahrenden Patrick Roland kam dieser nach 6 Runden an die Box um nachzutanken und Reifen zu wechseln. Doch aufgrund eines Fehlers beim Einstellen der Black-Box wurde nicht nachgetankt und der Kia Optima rollte Anfang Nordschleife mit leerem Tank aus. Mehr als 8 Minuten dauerte es den Wagen zurück an die Box zu ziehen und Roland setzte seine Fahrt auf dem letzten Platz des Kia Feldes fort. Doch damit nicht genug rollte Roland wieder aus, dieses Mal Höhe Flugplatz. Durch einen Anzeigefehler wurde diesmal Eingang Start/Ziel der Spritverbrauch falsch eingeschätzt. Auch hier musste der Wagen wieder zurück an die Box gebracht werden. Im Gegensatz zu Team 1 nahm Roland trotz dieser zwei Rückschläge das Rennen wieder auf und freute sich am Ende von 4 Stunden über einen 7. Platz in seiner Klasse. Daraus können wir lernen, dass man nie aufgeben sollte, auch wenn das Glück zu Beginn nicht immer auf der eigenen Seite ist.

Schadensbegrenzung bei Team 3
MSP-DRIVERS-HOME 3 wurde im 2. Split von Rico Wilhelm und Sven Schnös übernommen. Von Startplatz 9 aus ins Rennen gegangen, gab es bereits früh im Rennen einen Rückschlag zu vermelden, als sich Schnös nach dem Fahrerwechsel bereits in seiner ersten Runde in den Leitplanken wiederfand und zurück an die Box musste. Durch den Zeitverlust wurde das Team nach hinten durchgereicht. Trotz dieses Rückschlags konnten die Fahrer mit ihrem BMW Z4 GT3 nach einem ansonsten guten und konstanten Rennen wieder auf der Startposition durchs Ziel fahren.

Pech in der letzten Runde kostet Top 5 Platzierung
In Lobby 3 ging mit Jan-Eric Hoffarth und Patrick Jura das ehemalige Kernteam von Lazarus Racing nun erstmals für MSP in einem größeren Event auf Punktejagd. Das bereits langjährig gemeinsam wirkende Duo fand sich trotz wenig Rennerfahrung auf der Nordschleife in einer ungewöhnlichen Ausgangsposition wieder. So konnte man sich im Mercedes mit 8:05.588 auf Position 2 qualifizieren.

Mit wechselnden Positionen konnte man sich in der fünfköpfigen Führungsgruppe von Beginn an etablieren. Jäh unterbrochen wurde die Hatz durch die grüne Hölle durch zwei Abflüge der #21, die jedoch beide dem Netcode geschuldet waren, sowie einem Dreher aufgrund der beiden vorangegangenen Unfälle. Den taktischen Fehler den Fast Repair aufzusparen, korrigierte man während des zweiten Stints aufgrund des zu großen Zeitverlusts. Die fesselnde Aufholjagd gipfelte schlussendlich mit zwei bärenstarken Schlussstints und der Rückeroberung von Position 5 im Bergwerk in der letzten Runde. Besser als es jedes Drehbuch hätte erdenken können, drehte sich jedoch der Benz in der Eiskurve und der zuvor überholte Markenkollege kollidierte mit der #21. Beim Aufprall wurde die Aufhängung hinten links derart zerstört, dass es unmöglich war den Wagen ins Ziel zu retten. Schlussendlich stand so nach 29 Rennrunden lediglich ein bitterer 12. Rang zu Buche.

Zwischenfälle verhindern besseres Ergebnis
MSP-DRIVERS-HOME 5 startete in Split 5 mit den Fahrern Oliver Spieß, Florian Kappel und Frank Engelskirchen von dem 24. Startplatz aus. Auch dieses Team war nicht von Problemen und Crashes verschont. Im ersten Stint drehte sich Engelskirchen mehrmals von der Strecke, sodass bereits früh ein Fast-Repair genutzt werden musste. In den folgenden Stints übernahm Florian Kappel das Steuer und versuchte wieder nach vorn zu fahren. Doch auch hier gab es Zwischenfälle, sodass der Schlussfahrer Oliver Spieß den Wagen lediglich auf den 24. Platz ins Ziel brachte.

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