vVLN Race 03

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Nach einer sehr kurzen Pause von lediglich 2 Wochen ging die AVIA vVLN Langstreckenmeisterschaft powered by Simracing Deutschland e.V. in ihre dritte Runde. MSP DRIVERS HOME konnte sich dieses Mal lediglich mit dem Spitzen-Team MSP_DRIVERS-HOME 1, bestehend aus Lukas Jestädt, Frank Biela und Gregory Tanson, für das erste Grid qualifizieren. Das einsatzgeschwächte Team 4, das sich im letzten Rennen ebenfalls für Grid 1 qualifizieren konnte, startet dieses Mal aus Grid 2. Nach dem Katastrophenrennen versuchen auch die restlichen MSP-Teams das letzte Rennen vergessen zu machen.

Grid 1 – Team 1 (#193) mit Saisonbestleistung
Die Mannschaften aus dem ersten Grid hatten es, anders wie beim vorrangegangenen Rennen, mit einer sehr heißen Strecke zu tun. Bei 46 Grad Asphalttemperatur hatten die Fahrer mit einem untersteuernden Fahrzeug zu kämpfen. Trotzdem schafften einige der Top-Fahrer die 8 Minuten Marke zu knacken. So auch der schnellste Fahrer des MSP_DRIVERS-HOME 1 Teams Lukas Jestädt, der den Kurs in 7:59:805 umrundete und sich somit für den 5. Startplatz qualifizierte.

Aufgrund der unwahrscheinlich hohen Pace der Top-Fahrzeuge waren auch dieses Mal Ausfälle keine Seltenheit. In einer turbulenten Startphase verabschiedeten sich bereits in der ersten Runde das im GT3-Klassement führende Team Pure #107 und Coanda Simsport. Den ersten Stint übernahm dieses Mal der erfahrene Frank Biela. Allerdings verlor dieser bereits früh im Rennen den Anschluss an die Spitze und musste bis zum Ende der Startphase weitere Plätze an die Konkurrenz abgeben und fiel auf den 8. Platz zurück. Aus Sicht von Team 1 fielen bis zum Ende des ersten Stints noch weitere Favoriten durch Unfälle aus, sodass Frank seinen Stint auf dem 5. Platz an Lukas Jestädt übergeben konnte.

Durch einen weiteren Ausfall von Gunnar Miesen konnte sich Lukas auf den 4. Platz verbessern. Nach einem ereignislosen Stint ohne weitere Zwischenfälle übergab er dann an Gregory Tanson. Wie bereits im letzten Rennen versuchten einige Teams mit einem Reifensatz 2 Stints durchzufahren. Dieses Mal zahlte sich diese Strategie jedoch nicht aus und Gregory konnte mit neuen Reifen einen komfortablen Vorsprung von 40 Sekunden auf den 5. Platz herausfahren. Zudem konnte er auf den 3. Platz aufschließen, wurde jedoch durch ungünstigen Verkehr immer wieder zurückgeworfen, sodass er bis zum Ende seines Stints nur bis auf 3 Sekunden herankam.

Den letzten Stint übernahm erneut Lukas Jestädt. Da im falcon GP Auto wieder der sehr schnelle Kay Kaschube am Steuer saß blieb Lukas nur die Verwaltung des 4. Platzes bis zum Ziel. Mit diesem starken Ergebnis konnte das MSP_DRIVERS-HOME 1 Team im Gesamtklassement wieder an Boden gutmachen und im Gesamtklassement Plätze gutmachen.

Grid 2 – Team 2 (#178) & Team 6 (#170) ereilt unglaubliches Drama
Nicht einmal Steven Spielberg hätte dieses Dramabesser vorführen können: Nach dem äußerst kontroversen teaminternen Clash beim zweiten Saisonlauf traf es erneut das Team 2 (#178) bei einem Zusammenstoß mit einem anderen MSP-Auto.

Anfangs hatte das Rennen wieder einmal gut für die Dreier-Truppe (R.Wilhelm-Schnös-Roland) ausgesehen. Wilhelm positionierte sich im Qualifying gewohnt solide auf P5, erbte nach dem Rennstart schnell P4 und fand schnell seinen Rhythmus. Auch Wilhelms Teamkollegen folgten mit guten Rundenzeiten, sodass ein Top-5 Ergebnis in Reichweite lag.

Knapp eine halbe Stunde vor Schluss ereignete sich das, woran keiner niemals gedacht hätte: Im Ausgang Flugplatz hatte sich Stanski im Team 6-Auto gedreht. Der junge Deutsche war mit einem stark lädierten Auto wieder auf die Strecke gefahren, um das Auto nach einem vorherigen Unfall (Stanski war in der Einführungsrunde knapp 70 Meter vor dem Start in die Mauer geknallt und hatte bereits eine 13-minütige Standzeit hinter sich) wenigstens ins Ziel zu bringen. Als Stanski nach seinem Dreher wieder auf Strecke wollte, übersah er den herannahenden Wilhelm mit der Folge, dass die #178 fast ungebremst in die Fahrertür der #170 krachte. Zwar konnten beide Autos weiterfahren, dennoch meldete Wilhelm einen enormen Power-Verlust.

15 Minuten vor dem Ende behauptete sich die Vorahnung, die Wilhelm kurz nach dem Crash geäußert hatte - in Höhe Wippermann platzte der Motor des MSP-BMWs und beendete die Triumphfahrt auf P4 liegend.  

Grid 2 – Team 7 (#171) mit Erfolgserlebnis
Die wohl größte Freude stieg im Lager von Team 6 auf. Das Auto mit der #171 schaffte es erstmals, in die Top-10 vorzufahren und bewies dabei eindrucksvoll, dass es bei einem 4h-Rennen nicht immer auf puren Speed ankommt. Zwar war die Gentleman-Fahrer-Paarung Dietz/Juchem „nur“ von P17 ins Rennen gegangen, dennoch zeigte sich schnell, dass eine Top-10-Platzierung an diesem Tag möglich war.

Während Dietz den Start übernahm und den Wagen locker und lässig über die ersten acht Runden trug, unterliefen Juchem zwei kleinere Fehler, die aber eher als Kosmetik-Schaden durch die Bücher gingen. Runde um Runde profitierte das Team 7 von Ausfällen der Konkurrenz und schlich sich so Stück für Stück weiter nach vorne. Am Ende landete die Gentleman-Truppe auf einem grandiosen und sagenhaften sechsten Platz und lieferte so den Beweis, dass man nicht immer auf letzter Rille unterwegs sein muss. Wir gratulieren an dieser Stelle zu diesem hervorragenden Ergebnis!

Grid 2 – Team 4 (#143) streicht vorzeitig die Segel
Für Team 4 stand definitiv im Vordergrund, das Debakel aus dem letzten Saisonlauf vergessen zu machen und wieder vorne anzugreifen. Doch daraus wurde nichts: Schon von Anfang an wurden die hohen Ambitionen des eigentlichen „Nummer-Zwei“-Teams gedämpft, als die Pre-Quali-Zeit nicht für einen Einzug ins erste Grid reichte. Statt dem gewöhnlichen Duo Grünastel/Hartmann sahen die Zuschauer eine neue Fahrerkombination in der Startaufstellung: Mit Michael Wilhelm hatte Team 4 ein weiteres Ass im Ärmel, das trotz der terminbedingten Absage seitens Grünastels für ein wenig Hoffnung sorgte.

Im Zeittraining positionierte sich der Quali-Spezialist Hartmann auf P4, obwohl er zuvor mehrmals mit dem Verkehr auf seiner schnellen Runde zu kämpfen hatte und deshalb eine mögliche Pole-Zeit verpasste. Dennoch verlief das Rennen vom Start weg eher unter einem positiven Vorzeichen – Hartmann schaffte schnell den Sprung auf P3 und sortierte sich hinter den Führenden von GermanSimracinng.de und Alpine Eagle Racing ein.

Kurz vor den ersten Boxenstops schien alles nach Plan zu verlaufen: Zwischenzeitlich war Team 4 sogar auf P2 vorgefahren, nachdem Martin Ascher vor dem MSP-BMW von der Strecke gerutscht war. In der vorletzten Runde vor dem Fahrerwechsel unterlief Hartmann jedoch ein folgenschwerer Fahrfehler bei der Einfahrt zum Adenauer Forst. Der Schweizer verpasste den Einlenkpunkt um einen halben Meter und schleuderte den Wagen mit der #143 in die rechte Leitplanke. Im Nachhinein ein ungewöhnlich leichter Fehler des St.Gallers, den man so auch nur einmal im Jahr beobachten kann. Nach dem Abflug war der Wagen nicht mehr zu reparieren, der Debut-Einsatz von Wilhelm fiel somit ungeplant aus. Mit diesem erneut schlechten Resultat hat Team 4 nach drei absolvierten Rennen nun schon zwei Streichresultate zu verbuchen. Einen weiteren Patzer darf sich das Team jetzt nicht mehr erlauben.

4. Saisonlauf am 01. April
Drei spektakuläre und actionreiche vVLN-Rennen liegen hinter uns. Nach zwei relativ kurz aufeinanderfolgenden Rennen haben die Teams nun fast einen Monat Zeit, bis es zum vierten Mal in die grüne Hölle geht. Vor der Sommerpause warten noch insgesamt drei Rennen, in denen es nochmal richtig zur Sache gehen wird.

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