Daytona 24hrs iRacing.com

Share to Facebook Share to Twitter Share to Google Plus

[Daytona Beach, FL] Es war ein Rennen zum Vergessen – zumindest für eine Hälfte der insgesamt vier Teams, die zum iRacing.com 24h Rennen von Daytona an den Start gegangen waren. Trotz der großartigen Prophezeiungen im Vorfeld des Rennens hatte sich die intensive Vorbereitung auf den Klassiker zum Jahresanfang nicht ausgezahlt.

GTTempel Prototyp mit frühem Aus
Schon früh hatte es das einzige Prototypen-Team des mehrteiligen Community-Zusammenschlusses erwischt und ins Abseits des Rennens gebracht. Nachdem Startfahrer Lukas Jestädt die Corvette C7 DP solide und ohne große Aufreger im Mittelfeld des bärenstarken Prototypenfeldes (Top-Split) gehalten hatte, ereilte das Team rund um Frank Biela mit das größte Pech, das man sich im Sim-Racing nur vorstellen kann: Beim ersten Stopp hatte Biela von Jestädt übernommen, kam aber nur bis zur Boxenausfahrt, als sich seine Internetleitung nicht gerade wohlwollend verabschiedete und den fünfmaligen LeMans-Sieger aus der Lobby warf. Das Auto rollte beim Disconnect ohne Fahrer in die Wand und bescherte dem Team gut 25 Minuten Reparaturzeit.

Kurzerhand hatte Manuel Sudau seinen Stint vorgezogen und war für die vom Pech verfolgte #301 eingesprungen. Nach diesem Malheur hatte sich das Team einigermaßen wieder gefangen und war daran, sich im Klassement wieder hochzuarbeiten, als Jörg Wasmus am späten Abend eine folgenschwere Konzentrationsschwäche unterlief, die zu einem kleineren Desaster ausartete. Wasmus befand sich auf der letzten Runde seines Stints. Beim Abbiegen auf die großflächige Boxeneinfahrt übersah der Deutsche allerdings im Pulk einen Kontrahenten auf der inneren Seite, touchierte ihn und krachte mit gut 270 km/h knapp 200 Meter vor der Start und Ziellinie in die äußere Bande, was den Wagen so nachhaltig beschädigte, dass an eine Weiterfahrt nicht mehr zu denken war.

Mehrere Versuche von Teammitglied Thomas Engelns, das Auto halbwegs konkurrenzfähig über den Kurs zu bewegen, scheiterten infolge des kapitalen Performanceeinbruchs beim C7 Prototypen. Die #301 beendete daher das Rennen frühzeitig nach acht Stunden.

#58 McLaren mit enttäuschender Bilanz
Auch über das McLaren Team im Top-Split zog sich der dunkle Schleier hinweg. Trotz der superstarken Fahreraufstellung und der guten Rundenzeiten wurde die angepeilte Top-5 Platzierung nicht erreicht. Das lag vor allem an einer Kollision in Turn 2 der zweiten Rennstunde mit einem übereifrigen Prototypen-Piloten einer dafür bekannten deutschen Community. Der Kontakt beschädigte die sehr labile und empfindliche rechte Front des McLaren, was dem Team mit GT-Academy Finalist Philipp Schallenberg eine halbe Sekunde pro Runde kostete. Dennoch waren die Jungs in der #58 dazu in der Lage, Position um Position gutzumachen, nachdem man aus weiser Vorsicht aus der Box gestartet war und das Feld von hinten aufrollen musste. Kurz vor Mitternacht lag Team 1 dann schon auf Klassenrang neun, während Piranha-Zugang Gunnar Miesen atemberaubende Rundenzeiten in den Asphalt meißelte.

Eine knappe halbe Stunde vor Halbzeit des Rennens fand sich der MSP-McLaren auf P8 wieder; in der Zwischenzeit hatte Grünastel wieder übernommen, ehe Schallenberg, Miesen und Erlekotte in den frühen Morgenstunden nochmal zum Angriff blasen sollten. Allerdings schaffte es das weiß-grau-grüne Gefährt nur noch 15 Runden weit, als abermals ein Prototyp mit dem McLaren abrechnete: „Ich war gerade in der Anfahrt zur Bus-Stop-Schikane. Ich fing an, runterzubremsen und auf den Kurvenscheitel hinzulenken, als mir ein Prototyp nahezu ungebremst ins Heck rauschte. Der Kerl war gerade mal so schnell wie wir GT3 und hatte schon gut zwei Runden lang ziemlich viel Unruhe ins Feld gebracht. Es ist schade, durch solch eine dumme Aktion aus dem Rennen zu fliegen. Die ganze Arbeit war damit für die Tonne“, so das enttäuschte Unfallopfer Grünastel selbst. Zwar schaffte es der Franzose im Anschluss auf den Einschlag in die rechte äußere Mauer noch, weiterzufahren, flog aber dann im Infield aufgrund eines gravierenden Spurschadens auf der linken Hinterradaufhängung ab. Eine anschließende halbstündige Reparatur warf das Team 17 Runden zurück und half nicht, das Fabrikat aus Woking, GB noch einmal konkurrenzfähig auf die Strecke zu schicken. Somit war drei Stunden nach dem Aus des Schwesterteams in der Prototypenklasse auch für die Top-Kombo in der GT3 Schluss.

GTTempel Racing #2 im Ford in den Top 10
Besser lief es für die zweite GT3-Auswahl, die unter dem Stern von GTTempel ins Rennen ging. Das Team rund um Simon Ehses qualifizierte sich in der fünften von insgesamt 13 Lobbies auf dem sechsten Platz. Die eher unorthodoxe Fahrzeugwahl (Ford GT) bürgte überraschender Weise einiges Potenzial in sich, das aber leider durch mehre kleinere Feindkontakte deutlich abgeschwächt wurde. Im Laufe des Rennens rutschte das Team mit ihrem eigengetauften „Panzer“ sogar kurzzeitig aus den Top 10 heraus. In den Morgenstunden konnte der mittlerweile stark verformte Ford GT dennoch Zeit gutmachen und sich wieder unter die stärksten sieben Autos des Splits vorfahren. Mit Aussicht auf die Top-5 mussten die Jungs in den letzten Minuten feststellen, dass ihnen trotz eines Boxenstopp-Vorteils die Zeit fehlte, um die nötigen Sekunden aufholen zu können. Am Ende blieb dem Team nach einer abwechslungsreichen Berg- und Talfahrt ein sechster Platz, mit dem die Auswahl von GT-Tempel mehr als zufrieden sein kann.

MSP-Team 2 schlägt sich wacker
Eine ähnliche Berg-und Talfahrt erlebte auch das zweite MSP-McLaren Team in der zwölften von 13 Splits an diesem Abend. Nachdem man am Ende der Startaufstellung gestartet war, um unnötigen Kollisionen im Anfangsgerangel um die Positionen aus dem Weg zu gehen, stieg das fast reine MSP-Team im Klassement immer weiter nach oben. Gastfahrer und Heusinkveld Leihgabe Christian Kiewitt verstärkte das Team in den wichtigen Rennsituationen entscheidend, als er zusammen mit MSP-Jungspund Florian Kappel die nötigen Impulse zur Aufholjagd vom Ende des Feldes aus initiierten. Das Team kämpfte sich in die Top-10 vor, lag sogar zwischenzeitlich auf Rang eins und zwei, ehe Juchem in seinem Stint den Fahrfehler eines GT3-Kontrahenten ausbaden musste und so das Fahrzeug stark beschädigte. Im Laufe der Nacht waren nahezu alle Fahrer des Teams über kurz oder lang in kleinere Kollisionen verwickelt, die die #2 aber nicht davon abhielten, den verlorenen Boden wettzumachen. Gerade in den letzten Stunden erwischte die Mannschaft gute Stints und arbeitete sich zum Endes des Rennens bis auf den sechsten Rang in der GT3-Klasse vor.

Next Stop: vVLN by SRD
Nach dem eher durchwachsenen Saisonstart wartet nun eine neue große Herausforderung auf MSP. Mit der vVLN powered by SRD geht es dieses Jahr in die erste richtige VLN-Sim-Racing Saison. Insgesamt werden zehn Rennen über das Jahr verteilt angeboten – unter anderem im April ein 24h Rennen. Ansonsten beläuft sich die Rennlänge in dieser äußerst spannenden Multi-Class-Serie auf vier bzw. sechs Rennstunden. Wir freuen uns auf den Saisonstart am 29.01.2015 und bedanken uns herzlich für die herausragende Kooperation mit GTTempel, Piranha-SimRacing, SimSync PRO Racing Team  und Heusinkveld Engineering bei den 24h von Daytona!

{source}
<iframe width="845" height="475" src="https://www.youtube.com/embed/a4KylscKDRw" frameborder="0" allowfullscreen></iframe>
{/source}

{source}
<iframe width="845" height="475" src="https://www.youtube.com/embed/f4vbusflimk" frameborder="0" allowfullscreen></iframe>
{/source}

{source}
<iframe width="845" height="475" src="https://www.youtube.com/embed/E-Wxf1QOeKU" frameborder="0" allowfullscreen></iframe>
{/source}

{source}
<iframe width="845" height="475" src="https://www.youtube.com/embed/vvuAOu6fuQM" frameborder="0" allowfullscreen></iframe>
{/source}

 


  • Phoenix Racing Logo
  • iArt Logo
  • Gerhard Gotsch Logo