car 58 24h nos

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Am 2. Januar veranstalteten das Piranha-SimRacing Team, HAWK SimRacing und P1-Gaming das erste 24h Rennen des Jahres unter dem Motto eines Fun-Events. Angesetzt waren drei Fahrzeugklassen, wie sie ebenfalls bei der kommenden vVLN von SimRacing Deutschland e.V. ausgetragen wird. MSP entschied sich dazu, mit zwei Teams in der GT3-Klasse an den Start zu gehen, um vordergründig die Performance der zwei zugelassenen GT3-Boliden unter ernsten Bedingungen zu erproben. Ebenfalls ergab sich für das erste der beiden Teams die Möglichkeit, dank Gaststarter Manuel Sudau (HPM SimRacing) ein Fundament für eine künftige Kooperation  mit der nun befreundeten SimRacing-Community aufzubauen.

Nur Fun-Event oder auch purer ernst?
Im Vordergrund stand für beide Teams, eine grundsätzliche Basis für die anstehende vVLN zu erarbeiten. Während sich Team 2 mit gewohnter Materie befasste (BMW Z4 GT3), entschloss sich Team 1 zum einen ungewöhnlichen Wechsel auf den McLaren MP4-12C GT3, den die Jungs zuvor noch keinen Meter bewegt hatten. Knapp vier Tage Vorbereitung mussten reichen, um ein völlig unbekanntes Auto relativ sicher um den Kurs zu bewegen. Obwohl der reine Test das Ziel der Teilnahme beim 24h Fun-Event war, stand der Ehrgeiz spätestens beim Start des Qualifyings doch wieder im Fokus.

Team 1 schneidet überraschend gut ab
Schon im Qualifying hatte sich angedeutet, das Team 1 im McLaren zu den schnelleren GT3 gehörte. Reto Hartmann setzte den Boliden aus Woking im dunkelgrauen Testanstrich mit der Nummer 58 auf einen sensationellen zweiten Startplatz und verpasste die Polezeit – auch dank Verkehrs – um knapp acht Zehntel.

Schon kurz nach Eröffnung des Rennens ging es turbulent zur Sache: Während Polesetter Gunnar Miesen sich aus dem Staub machte, fand sich Startfahrer Julien Grünastel auf der Strecke als Bremsklotz wieder – konnte sich aber dank des Topspeeds seines Gefährts vor der Schar unzähliger BMWs für lange Zeit behaupten, ehe Hintermann Martin Ascher die #58 in Kurve eins umdrehte.

Gleich drei Positionen verlor der Franzose auf einmal, sortierte sich kurzerhand auf P5 wieder ein und schnappte sich abermals den zweiten Platz zurück, nachdem nur er und Pichler vom Pure Racing Team in der achten Runde draußen blieben und somit eine Runde mehr als alle anderen Kontrahenten absolvierten.

Folglich entwickelte sich ein Zweikampf an der Spitze, Pure wechselte beim ersten Stopp keine Reifen und machte so aus fünf Sekunden gute 30 Sekunden Vorsprung, die nicht lange währten, weil Pichler auf schlechter werdenden Reifen Sekunde um Sekunde verlor. Doch auch nach dem zweiten Stopp behielt der blaue BMW Z4 die Führung – einzig nach einem Fahrfehler von Woithe übernahm die #58 kurzzeitig mit Lukas Jestädt die Führung. Insgesamt 25 Führungsrunden konnte das Team mit dem dunklen McLaren verbuchen, ehe es die Spitzenposition wieder abgeben musste. Von da an verlor das Team rund um Reto Hartmann, Michael Wilhelm, Lukas Jestädt, Manuel Sudau, Julien Grünastel und Frank Biela stetig Boden auf P1 und etablierte sich auf einem ungefährdeten zweiten Platz.

Insgesamt blieb das Rennen relativ vorfallfrei. Nur Grünastel hatte eine unschöne Konfrontation mit einem langsameren Mazda, der sich kurz vor der Mutkurve verschätzt hatte. Die #58 schlug daraufhin mit hoher Geschwindigkeit in die Leitplanke ein, verlor aber dank der Fast Repairs nur zwei Minuten.

Nach diesem Vorfall blieb der dunkle McLaren unfallfrei. Gerade in den Morgenstunden lieferten Michael Wilhelm, Reto Hartmann und Frank Biela saubere und solide Stints aufs Parkett. Nach 168 Runden kam der Gaststarter Manuel Sudau (HPM) die Ehre zuteil, das Auto im Schlussstint zu übernehmen. Das Team beendete mit Platz zwei ein äußerst erfolgreiches Rennen. Doch auch wenn die Freude groß war, stand vor allem die Setuparbeit und ein Langstreckentest mit einem neuen Auto im Fokus, um eine optimale Vorbereitung für die anstehende vVLN von SimRacing Deutschland e.V. zu erreichen. Nach dem Rennen war besonders Lukas Jestädt von Gaststarter Manuel Sudau angetan: „Wir freuen uns, dass HPM bereit war, uns Manuel für ein Rennen auszuleihen. Er hat sich super in unser Team eingefunden und ich denke, dass wir mit den Jungs von HPM für kommende Langstreckenevents noch ein paar Arrangements in dieser Hinsicht abwickeln können“.

Team 2 knackt Platz sieben
Für eine besonders erfreuliche Nachricht sorgte das zweite MSP-Team im BMW Z4 GT3. Nachdem Quali-Fahrer Rico Wilhelm den ebenfalls im schwarzen Lack gekleideten Z4 beim Qualifying weit nach vorne fuhr (P8), sortierte sich Wilhelm in der Anfangsphase auf einem hervorragenden fünften Platz. Zwischenzeitlich fand sich das zweite Team sogar auf dem dritten Platz wieder, ehe Sven Schnös den BMW in die Planken feuerte. Team 2 fiel auf P9 zurück, kämpfte sich im Laufe der nächsten Stunden wieder auf P6 zurück, bevor weitere kleine Ausrutscher wieder viel Zeit kosteten.

In der Nacht machte dann Frank Engelskirchen sein offizielles iRacing.com Debut. Der Kölner hatte sich kurzerhand die passende Hardware besorgt und lieferte in seinem ersten Rennen zwei unfallfreie Stints ab, mit der der Neuling mehr als zufrieden sein kann. In den Morgenstunden feuerten ebenfalls Oliver Spies und Rico Wilhelm wiederrum starke Rundenzeiten in den Asphalt und kämpften sich so auf Platz sieben vor.  

In den Morgenstunden übernahm der junge Ersatzfahrer Luca Stanski, der zunächst Boden gutmachen konnte. Allerdings unterlief dem noch eher unerfahrenen Jungspund ein folgenschwerer Fahrfehler auf der Einfahrt zur Nordschleife. Der BMW zerschellte folgenschwer an der Mauer und musste wieder zurück an die Box getowed werden. Zunächst schien der siebte Platz verloren, bis die Vorderleute ebenfalls von der Strecke flogen und dem zweiten Team den siebten Platz zurückgaben.

Damit erreichte die Auswahl rund um Peter Juchem, Oliver Spies, Luca Stanski, Rico Wilhelm, Sven Schnös und Frank Engelskirchen ein sehr erfreuliches Resultat im ersten Rennen des Jahres 2016.

Vorfreude auf 2016 steigt
Mit diesem guten Start in das neue SimRacing Jahr 2016 freuen wir uns auf die kommenden Events und bedanken uns ganz bei den Veranstaltern und HPM!


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