bes monza car 1

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„Monza, da sind wir wieder“. Vor gut sechs Wochen noch der Saisonauftakt, ist Monza nun zum zweiten Mal nach dem Löschen der ersten Ergebnisse Gastgeber für ein Rennen der BES. Viele Fahrer hegen eine Hass-Liebe zu diesem Hochgeschwindigkeitskurs, dennoch schien der Testbetrieb auf dieser Strecke zu explodieren. Die italienische Strecke lud zum fünften von insgesamt sechs Läufen ein und versprach spannende und actionreiche Rennen.

Team 1 – Aus der Traum?
Das Rennen um einen begehrten Platz in den Top 40 ist für Team 1 nach dem Wochenende in Monza in weite Ferne gerückt. Nach zwei Ausfällen bedingt durch jeweils zwei Abflügen von Campos Monserrat und Hartmann hat die MSP-Speerspitze vor dem Spa-Wochenende nur noch rein rechnerische Chancen auf den Einzug in einen der 40 Ränge, die für die Qualifikation ein Muss sind.

Zunächst hatte es abermals nach einem guten Verlauf ausgeschaut – Jestädt und Hartmann besorgten dem 1er Team beim Samstagmorgenrennen mit einem achten Platz und knapp 200 Punkten eine zufriedenstellende Ausgangslage für die zwei noch kommenden Anläufe am Samstagabend und Sonntagabend. Zwar hatte es auch beim ersten Rennen einen kleinen Durchhänger gegeben (Hartmann drehte sich infolge eines Zweikampfes mit Trinity Motorsport und verlor drei Positionen), dennoch waren die Weichen für die nächsten Rennen, die unter dem Motto „Attacke“ angegriffen werden sollten, gestellt.

Doch dann kam alles anders: Während Campos Monserrat (der seinen ersten Einsatz der Saison fuhr) in der Startphase in aussichtsreicher Position ausgangs der Ascari in die Wand prallte und ein gutes Ergebnis somit verhinderte, erwischte es auch Hartmann in derselben Kurvenkombination nur einen Tag später, was ein besserer Ergebnis zu Nichte machte. Hartmann war seinerseits während der Startphase in das übliche Gerangel um die vorderen Plätze verwickelt, übersah einen Konkurrenten auf der Innenlinie im ersten Linksknick der Ascari und touchierte besagten Konkurrenten beim Umlegen des Autos so, dass sich der RUF mit der #1 auf dem Dach nach links wegdrehte und einschlug. Wiederauferstehungsversuche des RUFs missglückten – auch, weil dank der äußerlichen Schäden gute 20 km/h Topspeed fehlten.

Trotz guter Qualifyings in allen drei Rennen (Durchschnitt lag bei P5) konnte Team 1 lediglich bei einem Rennen mäßig punkten und den „Aufhol-Trend“ der vergangenen Rennen nicht mehr bestätigen. Vor dem letzten und entscheidenden Wochenende fehlen dem Top-Team rund um Lukas Jestädt, Philipp Schallenberg, Carlos Campos Monserrat und Reto Hartmann gut 35 Punkte auf den 40. Platz.

Team 2 – Im Sprit verkalkuliert
Was für die einen Routine-Sache war, endete für Team 2 im Chaos. Das Rennen in Monza stellte nicht nur hinsichtlich der Strecke eine Herausforderung für die Fahrer dar – besonders kritisch erwies es sich, mit dem zur Verfügung stehenden Tankinhalt eine 2-Stopp-Strategie anzupeilen. Für diese Strategie waren also Spritspaar- und Rechenkünste gefragt. Während diese Rechnung für viele Teams gut ausging, scheiterte Team 2 am richtigen Gefühl für dieses rennentscheidende Problem.

Am Samstagmorgen waren R.Wilhelm und Schnös an den Start gegangen, stellten das Auto im Qualifying auf P19 und beendeten das Rennen auch dank mehrerer Zwischenfälle mit drei Runden Rückstand auf demselben Platz. In den zwei folgenden Rennen ereilten Team 2 dann die Strategiepannen. Am Samstagabend war zum bekannten Duo auch Patrick Roland dazugestoßen. Das Dreiergespann qualifizierte sich auf dem 16. Rang und fuhr innerhalb von 2h 30min auf P5 vor. Kurze Zeit später rutschte der MSP-RUF auf den 26. Rang zurück, als man merkte, dass der Sprit nicht reichen würde und sich für einen Stopp entschied. Wenige Meter nach der Boxenausfahrt war das Rennen dann komplett beendet, als der grau-weiße RUF in der Mauer hing.

Besser lief es im letzten Anlauf. Wieder starteten die drei MSP-Piloten im vorderen Mittelfeld (P13), wieder fuhr das Dreiergespann auf P5 vor. Zeitweilen hatte es Schnös sogar auf den dritten Platz geschafft, ein Boxenstopp warf Roland, der den nächsten Stint übernahm, nur zwei Plätze wieder auf den fünften Rang zurück. Keine zwei Runden später flog Roland aus der Lobby, der RUF landete nach ewig dauerndem „Towing“ wieder an der Box und Team 2 fand sich mit einer Runde Rückstand auf P10 wieder. Schnös, der das Auto gerade übergeben hatte, übernahm kurzerhand abermals das Steuer. Kurz vor Ende merkte Team 2, dass der Sprit wieder mal nicht reichen sollte – die Lösung: Ein kurzes Splash & Dash. Leider hatte die Erfolgscrew zu wenig nachgetankt, sodass der RUF die verlorenen Plätze nicht gutmachen konnte, sondern dazu gezwungen war, im Spritspaarmodus über die langen Geraden zu kriechen. Letztlich ging dem Team der Sprit in der letzten Kurve des Rennen aus – so auch den drei Verfolgern, die sich mit Team 2 ein Wettrollen zur Ziellinie lieferten. Am Ende konnte das zweite MSP-Team mit einem 10. Rang Schadensbegrenzung betreiben.

Team 3 – Zielflagge nicht gesehen
Ein wohl wirkliches Desaster erlebte Team 3, das in keinem einzigen Rennen die Zielflagge sah. In allen drei Rennen hatte Qualifying-Fahrer Kappel das Team auf aussichtsreiche Positionen gestellt (1., 3. & 5.), dennoch ereilten den dritten RUF aus dem MSP-Lager ständig Zwischenfälle, die gute Ergebnisse unmöglich machten. Am Samstagmorgen war das Team sogar aufgrund von zu vielen Abflügen und Kollisionen disqualifiziert worden. Letztlich konnten Spies, Kappel, Juchem und Engelns kein einziges Ergebnis erzielen, was einen deftigen Rückschlag in der Gesamttabelle bedeutet.

Team 4 – Im Rennen gehalten
Gerade noch so im Rennen. Team 4 musste wie in Silverstone alles im letzten Rennen des Wochenendes richten. Tanson und Grünastel konnten in Rennen eins und zwei nicht überzeugen, kämpften sich im hinteren Mittelfeld ab und konnten nicht die Punkte sammeln, die für einen Platz innerhalb der Top 40 nötig wären. Am Samstagmorgen stand nur ein 14. Platz zu Buche, nachdem man aufgrund einer Strafe und der darauffolgenden Stop-and-Go schon nach der ersten Runde ganz ans Ende des Feldes gespült worden war. Eine größere Aufholjagd wurde durch den Boxenstopp-Nachteil verhindert.

Das zweite Rennen nahm ähnliche Gestalt wie das erste an: Zwar konnte sich Startfahrer Grünastel nach vorne arbeiten, beschädigte seinen RUF aber wegen der harten und kontaktreichen Überholmanöver so nachhaltig, dass Tanson im zweiten Stint gut eine Sekunde pro Runde verlor, ehe der Luxemburger das Auto ausgangs Ascari verlor und in die Wand knallte.

Nach zwei eher enttäuschenden Rennen musste dann das dritte und letzte Rennen herhalten. Grünastel stellte den Wagen im Qualifying auf P15 und konnte kurz vor Ablauf der ersten Stunde auf P7 vorfahren. Das von vielen Unfällen geprägte Rennen stagnierte von diesem Moment an, Tanson sah sich in der Verfolgerrolle von Jason Gerrad (Excelsior Racing). 20 Minuten vor dem Ende konnte Team 4 seinen Konkurrenten überholen, musste aber infolge Benzinknappheit den gerade erlangten Platz wieder abgeben. Am Ende fuhr Tanson mit 0,1 L als Achter über die Ziellinie.

Vor dem letzten Wochenende in Spa befindet sich das bestplatzierte MSP-Team derzeit auf Rang 48. Insgesamt fehlt dem vierten Team aus dem Hause MSP 24 Punkte auf den 40. Rang.

Hoffen ein Wunder
Wenige Tage vor dem großen Finale müssen gleich zwei MSP-Teams wahre Wunder vollbringen, um noch in die Top-40 einzuziehen. Wir sind gespannt und freuen uns auf den großen Showdown. Wir haben zusätzlich für die, die sich das Sonntagrennen der zweiten Lobby nochmal anschauen wollen, einen hervorragenden Stream bereitgestellt.

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