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Halbzeit bei der Blancpain GT Series. Nach den Rennen in Road Atlanta, Brands Hatch und Zolder machte die Top-40 Qualifikation in Silverstone zum vierten Saisonwochenende Halt. Nach insgesamt neun spannenden Rennen auf drei Strecken haben sich bereits einige Anwärter auf die begehrten ersten 40 Plätze der Meisterschaft abgezeichnet. Silverstone stellt somit die Weichen zu den letzten neun Rennen dieser Saison. Das „Home of British Motor Racing“ ist bekannt für seine legendären Kurvenkombinationen und seinen Streckencharakter, der viel Platz zum Überholen lässt.

Genau dieser Faktor machte aus den drei Rennen ein wahres Crash-Festival. Besonders in den ersten beiden Anläufen am Samstag hatte es gerade in der Startphase viele Unfallopfer gegeben. Nur beim Abschlussrennen am Sonntag lief der Rennverlauf gesittet ab.

Team 1 – Erster Auftritt in Lobby 1
Das MSP Top-Team hat mal wieder stark abgeliefert. Nach einem Sieg am Samstagmorgen in Lobby 2 folgte beim Sonntagsrennen der erste Auftritt in der stärksten Lobby. Jestädt zauberte im Qualifying eine starke Runde aus dem Hut und schickte sein Team auf Platz elf ins Rennen. Startfahrer Schallenberg hielt mit dem Vorderfeld gut mit, konnte dem irren Speed aber nicht über die ganze Stunde hinweg standhalten und musste drei Plätze abgeben. Zurück an der Box übernahm wiederum Jestädt, der bereits im Qualifying überzeugt hatte. Der 22-jährige aus Fulda konnte mit guten Rundenzeiten die Lücke zu den Vordermännern schließen – kurze Zeit später krallte sich Jestädt gleich drei vier Positionen und kletterte somit auf Platz zehn, den er bis zum Ende nicht mehr abgab. Dank der Top-10 Platzierung im Top-Split sahnte Team 1 starke 250 Punkte ab und damit gute 30 Punkte mehr, als beim Sieg am vorherigen Tag in Lobby 2. Der MSP-Speerspitze fehlen nach dem Silverstone-Rennen nur noch wenige Punkte auf den 40. Rang. Ein Einzug in die Top-40 ist also nach dem Desaster von Road Atlanta wieder machbar.

Team 2 - Zurück auf dem Podium
Das zweite der insgesamt vier MSP-Teams konnte ebenfalls abliefern. Das Duo rund um Sven Schnös und Rico „The Machine“ Wilhelm starteten am Samstagmorgen von Platz 13 ins Qualifying. Die beiden RUF-Piloten schafften es, sich im Laufe des Rennens Runde um Runde zu steigern und ein Platz nach dem anderen gutzumachen. Durch gute Boxenstrategie und solider Pace war Team 2 in der Lage, starke zehn Plätze gutzumachen und auf den dritten Rang vorzufahren.

Ähnlich gut schien das zweite Rennen am Sonntagabend zu laufen. Zwar landete der RUF mit großen Nummer Zwei auf dem Dach „nur“ auf dem 18. Rang, konnte sich abermals im Laufe des Rennens Position um Position nach vorne kämpfen. Nachdem Wilhelm und Schnös auf Platz zehn angekommen waren folgte in der letzten Kurve der letzten Runde eine große Enttäuschung: Der Team 2 - RUF hatte zu diesem Zeitpunkt schon 26 Incidents auf dem Konto, als ein übermotivierter und völlig idiotischer Überholversuch des Elft-Platzierten in einer Kollision endete. Die Folge: Gleich drei Autos riss es wenige Meter vor dem Ziel ins Verderben. Team 2 wurde infolge der Incidents disqualifiziert, wurde aber am Ende noch auf dem 18. Rang gewertet.

Team 3 - Siegserie gerissen
Am schlechtesten erging es dem dritten Team bestehend aus Florian Kappel, Thomas Engelns und Peter Juchem. Beim Samstagmorgenrennen stand nach dem zehnten Rang im Qualifying alles im Zeichen einer guten Top-10 Platzierung. Dieser Erwartungshaltung konnte das Team 3 aber nicht gerecht werden. Das Rennen stand ganz im Zeichen der Incidents - viele Kollisionen und Ausrutscher sorgten dafür, dass das Team schon 50 Runden vor Schluss aus dem Rennen genommen wurde.

Beim zweiten Anlauf am Sonntagabend sollte es besser zugehen. Team 3 schaffte es, mit einer guten Runde die Poleposition herauszufahren. Von Startplatz eins ins Rennen gegangen, verlor das Trio stetig an Boden und an Positionen, bis es sogar schlimmer kam: 18 Runden vor Schluss saß Juchem am Steuer, der am Ende der Hangar-Straight von einem Konkurrenten über den Haufen gefahren wurde, was das Rennen für Team 3 endgültig beendete.

Team 4 - Rettung im letzten Rennen
Team 4, das vor Silverstone im Vergleich zu den anderen MSP-Teams noch am besten aufgestellt war, hatte am Samstag bei den ersten beiden Rennen noch eine bittere Pille zu schlucken. Während Tanson und Grünastel am Morgen in Lobby 1 sang und klanglos untergingen und von Platz 44 aus nicht über einen 24. Rang hinauskamen, flog das Team am Abend schon in Runde eins aus dem Rennen. Biela hatte während der Startphase am Steuer gesessen und war im dritten Sektor aufgrund eines Staus im Vorderfeld in die Zange genommen worden. Gleich 15 Autos riss es ins Verderben, darunter auch der RUF von Team 4, der daraufhin mit einem Totalschaden abgestellt wurde.

Am Sonntag war für Team 4 die letzte Chance gekommen, um genügend Punkte für die Meisterschaft einzufahren. Mit einem verhältnismäßig mittelmäßigen Qualifying (P14) war Startfahrer Grünastel gut ins Rennen gekommen, konnte sogar nach einer Stunde auf Platz neun an Tanson übergeben. Der Star-Mazda-Champion legte eine gute Pace vor und lieferte sich einen heißen Fight mit Leighton Fine von Mad Cow Racing Buttercup. Nach dem letzten Stopp befand sich Tanson schon auf Platz sechs und nicht weit weg vom Fünftplatzierten vom Supernova Racing Team. 20 Minuten vor Ende des Rennens schnappte Tanson sich Platz fünf, ehe der Viertplatzierte Marcus Jirak von CORE Motorsports RED Probleme bekam, mit seinem Tankinhalt über die Runden zu bekommen. Starke Sparmaßnahmen von CORE ermöglichten einen weiteren Platzgewinn für Tanson, der das Rennen schlussendlich auf Platz vier beendete und gute Punkt einheimste.

In Monza schon Vorentscheidung?
Schon am kommenden Wochenende geht es ohne Pause weiter in Monza. Auf der italienischen Hochgeschwindigkeitsstrecke wird sich herauskristallisieren, wer noch Chancen auf den Einzug auf die Top-40 haben wird. In Monza wird das vorletzte Rennen stattfinden, Spa Francorchamps wird zum Saisonfinale einladen. Aktuell haben noch zwei MSP Teams (#1 & #4) die Chance, um den Verbleib in der Top-40 mitzukämpfen. Es wird also spannend.​

 


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