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Genau eine Woche nach dem echten Bathurst 1000 konnten sich Simracer aus aller Welt auf die virtuelle Austragung des legendären und von Ruhm umworbenen Rennens im südwestlichen New South Wales freuen. Wie jedes Jahr erlebte dieses Road Warrior Event auch am diesem Wochenende eine zahllose Beteiligung. Auch mit dabei: Patrick Roland und Michael Wilhelm, die sich kurzerhand dazu entschieden, gemeinsam ein MSP-Auto in die Startaufstellung zu bringen.

Bis zum letzten Moment gepokert
Keine zwei Stunden vor dem Event waren sich Roland und Wilhelm noch nicht einig gewesen, ob ein gemeinsamer Start Sinn machen würde. Dennoch entschieden sich die beiden dazu, das Wagnis einzugehen –- mit Erfolg, wie sich später herausstellen wird. Mangels Qualifikationszeit starteten Roland & Wilhelm in Lobby zwei von P24 bei insgesamt 28 Teilnehmern. Anders als bei GT3-Langstreckenrennen wurde hier stehend gestartet, was besonders Startfahrer Roland weiche Knie bereitete: „Ich war super aufgeregt und mir wurde im Magen ganz anders“, so Patrick Roland selbst.

Starke Startphase
Trotz der Aufregung erwischte Roland einen super Start, machte in der ersten Kurve drei Positionen gut und übergab nach gut einer Stunde und 27 Runden den Wagen auf Platz 13 liegend an Michael Wilhelm. Nach etlichen Duellen hatte sich etwas abgezeichnet, womit die beiden Underdogs nicht gerechnet hätten. „Wir konnten ganz gut mitspielen und hatten super faire, geile und dichte Fights. Das hat mega Lauen gemacht“, so Roland weiter.

Crash im zweiten Stint begräbt Top-10 Hoffnung
Im Laufe des zweiten Stints hatte auch Wilhelm seinen Speed gefunden und sich im Mittelfeld klar etabliert, ehe das unvermeidbare passierte. In der Sektion „The Cutting“ rutschte der Overather zu weit von der Ideallinie ab und krachte in die Mauer. Das Resultat: Eine beschädigte Radaufhängung vorne links und eine defekte Kühlereinheit, die später noch eine tragende Rolle spielen sollte. Wilhelm schleppte sich in Folge des Einschlags zurück in die Box und verlor ganze 15 Minuten. Nach der prophylaktischen Reparatur erschien ein weiteres Problem: Ca. 25 km/h Topspeed fehlten dem Duo auf der Geraden, was vermutlich durch den beschädigten Kühler verursacht wurde.

Zweiter Crash auf der Skyline
Kurze Zeit später saß Roland wieder am Steuer. Ein kleiner Service hatte das Topspeed-Problem zeitweise aufgehoben. Doch bevor Roland dies wirklich in Rundenzeiten ummünzen konnte, krachte es erneut. Dieses Mal verpasste Roland in Höhe „Skyline“ den Einlenkpunkt und schlug abermals mit der linken Seite in die Mauer. „Das Lenkrad hat sich danach 90 Grad nach rechts gestellt. Ich bin zurück zur Box und wir mussten acht Minuten stehen bleiben“, so der verunfallte Roland. Wenige Minuten, nachdem der Wagen wieder aus der Box fuhr, sah man eine riesen Rauchwolke aus dem Motor des Holden Commodore kommen. Die Motortemperatur war durch den defekten Kühler in die Höhe geschossen. Der Motor fing an, zu stottern und explodierte auf dem Bergabstück. Roland rollte bis zur Box zurück und stand weitere 20 Minuten.

Trotz langer Standzeit nicht aus dem Rennen
Dank Fastrepair schafften es Roland und Wilhelm wieder aus der Box – und nach vorne. Wilhelm konnte seinen Holden von P21 auf P18 vorfahren. Den vorletzten Stint übernahm abermals Roland, der gegen Ende nochmal vier Konkurrenten überholen konnte, die zuvor ebenfalls in der Mauer landeten und länger in der Box verweilten. Insgesamt befanden sich zu diesem Zeitpunkt sage und schreibe neun Fahrzeuge an der Box. Am Ende landeten Patrick Roland und Michael Wilhelm auf Platz 14 und hatten 128 von 161 Runden absolviert. „Nächstes Jahr fahren wir definitiv wieder mit. Dann aber mit mehr Vorbereitung“, so Glückpilz Michael Wilhelm.


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