blancpain endurance donington car 95

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Das zweite Rennen hatte per se mehr Action zu bieten: Wo beim Rennen am Samstagvormittag noch 40 Teams an den Start gegangen waren, gingen beim Durchlauf am Samstagabend gleich dreimal so viele Teams an den Start. Ganze drei Lobbies wurden am Ende gefüllt, wobei unsere Teams jeweils in Lobby 1 und 2 vertreten waren. In Gedanken an Jules Bianchi waren drei MSP-Teams mit einem Tribut an Bianchi auf den Autos gefahren.

Lobby 1 – Team #3 verpasst Sieg
Jestädt, der bei diesem Rennen alleine an den Start gegangen war, hatte seinen Ford mit der Nummer drei auf den dritten Startplatz gestellt. Kurz nach dem Start erwischte es den Fuldaraner in der letzten Kurve, als ein Kontrahent zu optimistisch in die Kurve stach und Jestädt aus dem Weg räumte. Der 22-jährige fiel auf P9 zurück, arbeitete sich dann aber konsequent wieder nach vorne und konnte Stück für Stück Zeit auf die Spitze gutmachen. In der letzten halben Stunde war „Luki“ an den Führenden Mikhail Kuznetsov herangefahren und war drauf und dran, zum Überholen anzusetzen. Doch da hatte noch keiner den längst Überrundeten John Harrison auf der Rechnung, der den Überholenden Jestädt am Heck erfasste und so aus dem Ford GT mit der Nummer drei ein querfahrenden Krebs machte. Jestädt musste zu diesem Zeitpunkt den erhofften Sieg aufgeben und sich nach hinten absichern, was ihm bis zum Ende mit viel Glück gelang. Am Ende stand ein akzeptabler zweiter Platz zu buche, den Sieg schnappte sich Mikhail Kuznetsov im Ford GT.

Lobby 1 – Solides Rennen bei Team #58
Für Team #58 gingen erstmals Reto Hartmann und Dominick Kortum gemeinsam in einem Ford GT an den Start. Die beiden Teamkollegen gingen von Platz sechs aus ins Rennen und hatten laut eigener Aussage ein „eher unaufgeregtes“ Rennen. „Nach vorne und nach hinten hatten wir viel Luft. Lediglich einen Platz ging es für das Duo nach vorne, „wir waren zu schnell fürs Mittelfeld und zu langsam für die Spitze“, sagt Hartmann nüchtern zu seinem Rennen. Am Ende fehlten den relativ ausgeglichenen Fahrern insgesamt 42 Sekunden auf die Spitze. Dennoch sammelten die zwei mit Platz fünf satte 181 Punkte ein – ein Beweis dafür, wie stark die Lobby wirklich war.

Lobby 1 – Team #95: Durchgewuschelt
Wie Jestädt in der #3 ging auch Julien Grünastel im Ford GT mit der #95 als Solo-Team an den Start. Keine sechs Kurven hatte es gedauert, bis der Franzose, der von Platz zwölf aus ins Rennen gegangen war, in einen Crash verwickelt war. Andrey Loginov war es, der Grünastel seitlich am Heck touchierte und beide in einen Dreher zwang, der im nachfolgenden Verkehr mehrere kleinere Unfälle verursachte. Grünastel sortierte sich wieder auf P24 ein, konnte aber leicht Boden gutmachen. Wenige Runden später kam es dann zu einem weiteren Zwischenfall mit dem Australier Paul A Nelson. „Ich habe mich total verschätzt und meine Frames sind total eingebrochen. Ich hatte für zwei bis drei Sekunden Standbild und konnte nicht mehr ausweichen“, so Grünastel zu seinem Zwischenfall. Am Ende schaffte es „Juju“ trotz Zusatzstopp und zwei Unfällen auf P11.

Lobby 2 – Blitzsauberes Rennen für M.Wilhelm/Engelns
Besser als Grünastel erwischte es Michael Wilhelm und Thomas Engelns. Die beiden Deutschen gingen in einem BMW von P11 ins Rennen und arbeiteten sich Stück für Stück nach vorne. Am Ende stand Platz sieben auf dem Tableau, wobei man Platz sechs nur knapp verpasste. Insgesamt hatte man eine Runde Rückstand auf die Spitze gehabt, strichen aber dennoch gute 98 Punkte ein. Ein weiterer Beweis für diese saubere Leistung war der Fakt, dass die beiden ausschließlich zwölf Incidents sammelten. Den Sieg schnappte sich Dino Topic im Ford GT für B2O Racing.

Lobby 2 – Pech für Team #78
Ähnlich turbulent wie bei Jestädt lief es für die beiden guten Freunde R.Wilhelm/Schnös. Die zwei Deutschen waren wie immer in einem RUF an den Start gegangen und drei Plätze vor M.Wilhelm/Engelns losgefahren. Der bessere Startplatz verhalf den beiden allerdings nicht zu einem besseren Ergebnis: Ein Ausrutscher in der letzten Kurve beendete die Ambitionen auf eine Top-5 Platzierung, sodass lediglich ein 18. Platz möglich war.

Lobby 2 – Ebenfalls Crash bei #79
Fast genauso lief es für Sebastian Ball und Felix Bluem im zweiten RUF. Platz zwölf im Qualifying half auch nicht, als man bei Halbzeit hart crashte und zur Aufgabe gezwungen war. Das Team rund um Ball/Bluem wurde somit nur 20.

Lobby 2 – Disqualifikation für #46
Mit Abstand am unglücklichsten lief es bei der bekannten Kombo Spies/Kappel. Während man von einem komfortablen 25. Platz aus ins Rennen ging, erwies sich das letzte Renndrittel für die Fahrerpaarung, die trotz des Altersunterschied immer wieder gut funktionierte, als nicht so komfortabel. Kappel hatte bereits beim Startstint mehrere Incidents gesammelt, ehe Spies nur noch wenige Incidents übrig hatte, um nicht disqualifiziert zu werden. Letztendlich konnten beide das Unglück nicht mehr vermeiden: Knapp eine Stunde vor Rennende war dann endgültig Schluss, als das Auto mit der #46 zum 31. die Strecke verließ. Konsequenz: 29 Runden Rückstand und Platz 22.


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