Blancpain Endurance Jägermeister

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Phillip Island war einigen schon von der Moto GP bekannt gewesen. Das Streckenlayout geschweige denn die richtige Linienwahl allerdings nicht. Im Endeffekt mussten vier Tage Training und einige Rennen in der Sprint Series (jeweils 40 Minuten) reichen, um sich auf die anstehenden Endurance Rennen am Samstagabend und Sonntagnachmittag vergangenes Wochenende vorzubereiten.

MSP an der Front
Beim ersten der beiden Rennen an diesem Wochenende waren nahezu alle MSP-Jungs in der zweiten von zwei Lobbies vertreten. Gleich fünf Teams mit insgesamt acht Fahrern füllten das Starterfeld von 33 Teilnehmern auf. Ganz oben an der Spitze beim Qualifying: Reto Hartmann gemeinsam mit Frank Biela, für den es sein erstes Endurance Rennen in der laufenden Blancpain Endurance Series war. Direkt hinter dem Team MSP_DRIVERS-HOME #58 rund um den Schweizer und den Deutschen landete gleich das zweite MSP Team mit der Startnummer 76. Hier war es Carlos Campos Monserrat, der das Auto gemeinsam mit seinem Teamkollegen Michael Wilhelm auf Position zwei stellte. Die restlichen Teams mit den Startnummern 78, 174 und 2 rund um Rico Wilhelm, Patrick Roland, Sebastian Ball und Florian Kappel belegten jeweils die Plätze 13,18 und 23.

Während Hartmann mit dem #58 Auto seine Führung behauptete, kämpfte Monserrat im #76 Schwesterauto ums Podium. Inzwischen waren die anderen MSP Wagen auch gut durchs Feld marschiert, bis letztlich das Nummer 2 Auto mit Sebastian Ball am Steuer in der Honda Hairpin von einem sehr optimistisch spät bremsenden Auto von der Strecke gekegelt wurde. Für das Team Ball/Kappel war das Rennen um eine Top 10 Position damit gelaufen.

Pech für Hartmann und Biela
Als Hartmann in Führung liegend das Auto an Biela abgeben wollte, nahm gleich das zweite Drama an diesem Abend seinen Lauf: Völlig arglos hatte Biela das Auto übernommen, bis er am Ende der Boxengasse bemerkte, dass er den Pit-Limiter nicht mehr ausschalten konnte. Grund dafür war ein noch nicht belegter Pit-Limiter Knopf bei Biela, der seinerseits erst seit wenigen Tagen GT3 Rennen fuhr und die Belegung dieser Funktion völlig versäumt hatte. Nach einer Runde im Limiter bei ca. 72km/h zog Konkurrent um Konkurrent vorbei. Zurück an der Box musste Hartmann erneut übernehmen, den Limiter ausschalten und eine Runde später wieder an Biela übergeben. „Natürlich ist das dumm gelaufen. Aber aus Fehlern lernt man, passiert nicht nochmal. Frank kann da nichts dafür. Hätte jedem passieren können“, so Hartmann nach dem Rennen. Dennoch konnten die beiden sich wieder nach vorne kämpfen und noch auf den 13. Rang vorfahren.

Auch Monserrat/Wilhelm trifft es
Als wären zwei Dramen nicht genug, folgte dann auch gleich das dritte. Im zweiten Renndrittel kam Rico Wilhelm im MSP-Porsche #78 in Höhe der Lukey Hights quer über die Strecke geschossen, nachdem er mit dem rechten Hinterrad aufs Gras gekommen war. Michael Wilhelm, der zu diesem Zeitpunkt hinter seinem Namensvetter war, rauschte dem Porsche hart in die Seite. „Ich war so erschrocken, dass ich mich für eine Seite entscheiden musste. Ich stand voll auf der Bremse aber mir blieb nichts mehr übrig, als ihm in die Karre zu fahren. Tut mir natürlich Leid für ihn, aber ich hatte keine andere Möglichkeit“, kommentierte Michael Wilhelm die Situation. Für den sympathischen und filigranen Ostdeutschen im Porsche war das Rennen nach diesem Zwischenfall beendet.

Trotz Drama gut dabei
Dennoch erreichten die übrig gebliebenen MSP Teams noch solide Positionen. Während das Duo Monserrat/Wilhelm noch auf P4 kam, landeten die Pit-Limiter Helden Hartmann/Biela auf P13. Unglücksraben Ball/Kappel schafften es mit P15 einen Platz vor Patrick Roland im MSP Yellowhat BMW mit der Nummer 174 zu landen.

Zusammenfassung Rennen Nr.2
Alles weitere zum zweiten Rennen an diesem Wochenende findet ihr hier.


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