Silverstone HSV

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Das fünfte Rennen der KPR SuperGT im Home of British Motor Racing brachte viel Diskussionspotenzial mit sich. Während Robsen das Sprintrennen siegreich beendete und MSP_Uwe mit einer sagenhaften Performance im Hauptrennen den ersten Platz ergatterte, standen vor allem diverse Rennsituationen auf der Strecke selbst im Mittelpunkt.

Sprintrennen – Robsen ungefährdet
Auch in Silverstone startete Robsen von der Pole und konnte sich so aus allem Scharmützel raushalten. Hinter ihm stritten sich Phantom-Jungs um die Plätze zwei bis vier. Meisterschaftsführender JUJU schnappte sich in der Startphase heavenplayer und platzierte sich hinter Phantom-Ebi auf P5. Unterdessen war der vorbestrafte J-Town vom letzten Startplatz aus gestartet und versuchte sich durch seine Boxenstrategie nach vorne zu arbeiten.

ProDrive im Formationsflug
Auf dem Weg nach vorne fanden sich die mit Zusatzkilos beladenen JUJU, J-Town und Hasihno in einen Formationsflug ein. Die Teamkollegen, die an diesem Wochenende mit einer spezialen Lackierung an einen guten Freund gedachten, flogen direkt hintereinander über die Strecke und versuchten, Zeit auf die Spitze gutzumachen. Alle drei Fahrer gingen für ihren Pflichtboxenstopp früh in die Box, um dem Verkehr aus dem Weg zu gehen – mit Erfolg: Gerade J-Town und JUJU zogen an den Phantom-Fahrern vorbei.

Robsen mit Sieg Nummer vier
Auch die aggressive Boxenstrategie vom Team ProDrive konnte Robsen nicht gefährlich werden. Einzig Phantom-Taky war in der Lage, den Führenden in seinem Honda KEIHIN HSV ernsthaft herauszufordern, handelte sich aber beim Boxenstopp zu viel Rückstand ein, um nah genug dran zu sein. Auf Platz drei schob sich MSP_Uwe, der das ProDrive Trio und Phantom-Ebi locker stehen ließ. Robsen holte sich mit diesem Sieg bereits den vierten Erfolg in der laufenden Saison und machte viele Punkte in der Meisterschaft gut.

SilverstoneGrandPrixCircuit Race04SilverstoneGrandPrixCircuit Race01

Hauptrennen – Club Corner Crash

Wer dachte, das Sprintrennen sei spannende gewesen, hatte sich getäuscht. Bati ging aufgrund der umgekehrten Startreihenfolge von P1 ins Rennen. Dem Deutschen war der Platz an der Sonne dennoch nicht lange gegönnt, als sich TOMZON in seinem Toyota Supra in der letzten Kurve heftig verbremste und Bati seitlich ins Heck fuhr. Der Bielefelder gab im Nachhinein zu, in diesem Moment mehr mit dem Rückspiegel beschäftigt gewesen zu sein, anstatt mit seinem Vordermann. Durch den Auffahrunfall entstand ein Ziehharmonika-Effekt, der viele dazu zwang, das Tempo stark zu reduzieren. Wo Phantom-Taky gerade noch so ausweichen konnte, erwischte es andere schwerer - größtes Opfer der zahlreichen Kollisionen war JUJU, der zu wenig bremste und in seinen schweizerischen Teamkollegen reinrauschte und eine ganze Runde mit Motorschaden über sich ergehen lassen musste.

Unruhe nimmt nicht ab
Während JUJU durch die ganze Runde mit Motorschaden rund 50 Sekunden verlor, kämpften sich einige andere mit ihren kleineren Schäden um die Runden. Da hatte sich das Feld nach sechs Runden gerade etwas sortiert, knallte es erneut folgenschwer – Dieses Mal erwischte es dann auch Phantom-Taky, der dem ersten Crash mit viel Glück entkam. Im Ausgang von „The Loop“ fuhr der HSV-Pilot mit seinem rechten Hinterreifen auf den Rasen und drehte sich direkt um 180°. Seine direkten Verfolger Robsen, Live und Ebi hatten kaum eine Chance, auszuweichen und krachten alle gar in den umgedrehten Taky. Mit diesem Zwischenfall waren die nächsten Favoriten aus dem Rennen katapultiert worden. Glück hatte Uwe, der sich ebenfalls im selben Pulk befand und sich genau in dieser Kurve vertat und über die Auslaufzone den Weg zur Straße zurücksuchte und somit dem Crash entkam.

J-Town im Duell mit B1Rambo
Abgesehen von den vielen Unfällen sorgten auch J-Town und B1Rambo für einen diskussionswürdigen Fight auf der Strecke. Gerade der ProDrive-Pilot war mit dem Messer zwischen den Zähnen unterwegs und suchte verkrampft nach einem Weg, seine Konkurrenten zu überholen. Besonders die 50 Zusatzkilos schränkten den weißen Lexus in Hinsicht auf den Topspeed stark ein. Deshalb waren gerade die schwer beladenen Fahrer dazu gezwungen, abseits der langen Geraden geeignete Überholpunkte auszuloten. So kam es zu einigen Kollisionen, die in der letzten Kurve ihren Höhepunkt fanden und in einen dubiosen Dreher seitens B1Rambo mündeten.

Heavenplayer an der Spitze
Ganz anders lief es an der Spitze: Zunächst hatte sich Heavenplayer abgesetzt und Profit aus dem Pech der vielen Fahrer im Hinterfeld gezogen. Hinter ihm folgte der stark auffahrende Starmen123, der sich gerade im ersten Renndrittel gut schlug. Auf Platz drei fuhr der Unglücksrabe TOMZON, der sich im Endeffekt wie viele andere mit Schaden zu einer Drei-Stopp-Strategie entschloss. Inzwischen hatte Phantom-Taky seinen Wagen bereits abgestellt, nachdem wieder einmal ein Boxenstopp-Bug Taky durch die komplette Box jagte, ohne dass der HSV Pilot repariert wurde.

Uwe schließt auf
Inzwischen war Uwe mit guten Rundenzeiten immer näher an die Spitze herangefahren. Der 28-jährige knabberte Runde für Runde Zehntel um Zehntel ab und schnappte sich den Führenden Heavenplayer genau zur Hälfte des Rennens. Im Mittelfeld hatten sich die Lieblingsgegner vom ersten Renndrittel wieder gefunden – Dieses Mal stellte sich B1Rambo nicht nur J-Town, sondern auch Hasihno in den Weg. Wieder einmal kam es zu einem hitzigen Positionskampf, der in kleinere Rempeleien mündete.

Action zum Schluss
In den letzten Runden kam es noch einmal faustdick. Beim Überholversuch an Robsen kollidierte Hasihno mit seinem vorausfahrenden Kontrahenten und drehte sich. Der Schweizer verlor so die Aussicht auf einen Platz auf dem Podium. So konnte der gehandicapte JUJU seinen Teamkollegen überholen und auf Phantom-Live aufschließen, den er in der vorletzten Runde ebenfalls erfolgreich einkassieren konnte und sich so einen nach den Vorkommnissen befriedigenden fünften Platz sicherte.

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J-Town sorgt für Eklat

Zwei Runden vor Schluss kam es zu einer der wohl umstrittensten Situationen der Saison. J-Town hatte bei seinem letzten Stopp zu wenig getankt und drohte, auf P3 liegend mit leerem Tank auszulaufen. So entschied sich der einsam vor sich hinfahrende Fuldaraner, so wenig Weg wie möglich zu machen und kürzte dementsprechend die Strecke ab. Dennoch ging J-Town im zweiten Sektor der Tank aus und fiel so von P3 auf P10 zurück.

Uwe erstmals siegreich
Währenddessen sicherte sich Uwe seinen ersten SuperGT Sieg vor Heavenplayer, der ebenfalls eine ausgezeichnete Leistung zeigte und verdient auf Platz zwei landete. Robsen fuhr überraschend auf Platz drei und profitierte von J-Towns Pech. Auf Platz vier fuhr TOMZON ein hervorragendes Ergebnis ein und behielt auch noch gegen JUJU die Nase vorn. Beim kommenden Rennen werden die Zusatzgewichte eine besondere Rolle spielen – denn es geht auf die langen Geraden von Le Mans. Auf dieser Strecke werden insbesondere die gelben Toyota Supras im Mittelpunkt stehen …


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