Ford WRC

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Obwohl seit seinem tragischen Tod mittlerweile mehr als sieben Jahre vergangen sind, ist Colin McRae vielen Rallye Fans immer noch sehr gut in Erinnerung. Der Schotte, der sich 1995 als erster Brite zum Rallye Weltmeister krönte, fuhr sich stets mit seiner spektakulären und teils verrückten Fahrweise sehr tief in das Gedächtnis aller Rallye Fans.

"If in doubt, flat out"
Jedes mal, wenn Colin an den Start rollte, gab es für den Schotten nur ein Gas - nämlich Vollgas. Sobald der Streckensprecher ankündigte "Colin kommt", hörten alle Zuschauer mit ihren Nebenaktivitäten auf, immer wurde es still in den Rängen und alle richteten ihren Blick gespannt auf die Strecke. Manche gingen noch ein paar Schritte zurück - man weiß ja nie.

Colin McRae als Botschafter seines Sports
Dank seiner "Pedal-to-the-Metal"-Fahrweise lagen ihm alle Fans rund um den Globus zu Füßen - zu recht. Wer an Colin McRae denkt, erinnert sich zumeist an seinen blau-gelben Subaru und an die nach ihm benannte grandiose Computerspiel Reihe (Colin McRae Rallye), die einer ganzen Generation den Rallye Sport näher brachte. Colin hatte ein unglaubliches Talent, ein Fahrzeug am Limit zu bewegen. Dank seines extrovertierten Fahrstils kamen immer wieder beeindruckende TV-Bilder zu Stande - meist auch von seinen zahlreichen Crashs.

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Colin "McCrash" hatte schon immer Benzin im Blut
Colin war bereits als 13-jähriger an diversen Motocross-Rennen mitgefahren, bis er 1986 in den Rallye Sport wechselte. Auf Anhieb konnte der gebürtige Schotte seine Fahrkünste unter Beweis stellen und machte schnell auf sich aufmerksam. Zwei Jahre nach seinem Debut folgte sein erster Sieg auf einem Vauxhall Nova. 1989 schloss McRae mit einem beeindruckenden fünften Platz bei der Rallye Neuseeland in einem heckangetriebenen Ford Sierra Cosworth nahtlos an seine bisherigen Ergebnisse an.

1991 folgte dann die Verpflichtung von ProDrive-Chef Dave Richards. In einem Subaru sicherte sich McRae 1991 und 1992 wie sein Vater die britische Rallyemeisterschaft. 1993 gewann Colin dann sein erstes Rennen in der WRC in Neuseeland, wo er zuvor bereits tolle Leistungen abrufen konnte.

Der WM-Titel als Sprungbrett in den ewigen Ruhm1995 kann McRae als aller erster Brite die Rallye Weltmeisterschaft für sich entscheiden und wird ein Jahr später sogar von Eddie Jordan zu Testfahrten in der Formel 1 eingeladen, bei denen sogar bis auf zwei Sekunden an die Zeit der Stammfahrer herankam.

Im Laufe seiner Karriere fuhr der Schotte für viele Top Teams. Nachdem er Subaru in Richtung Ford verlassen hatte, zog es den Publikumsliebling zu Citroen, wo er an der Seite von Serien Champion Sébastien Loeb und Carlos Sainz (seinem langjährigen Rivalen) fuhr.
Gegen Ende seiner Laufbahn unterstützte McRae auch das Werksteam von Skoda, mit denen er in Australien 2005 einen hervorragenden dritten Platz einfahren konnte (eine nachträgliche Disqualifikation stand der Freude nicht im Wege).

Colin McRae - Alleskönner?Auch in Dakar ging der Schotte an den Start - ebenso bei den 24 Stunden von Le Mans, die er mit einem dritten Gesamtrang in der GT-Wertung abschloss.
Im Herbst seiner Karriere widmete McRae seine Zeit vor allem der Entwicklung eines eigenen Rallye Fahrzeugs - dem Colin McRae R4.

In seiner aktiven Zeit prägte McRae zwei markante Sprüche: "If in doubt, flat out" und "We're here for a good time, not a long time". Letzteres erwies sich beim Schotten leider als wahr, als er am 15.September 2007 mit 39 Jahren bei einem Helikopterunfall ums Leben kam. Der viel zu früh von uns gegangene Colin McRae hinterließ seine Frau und seine Tochter, sein kleiner Sohn kam beim Unfall ebenfalls ums Leben. Immer noch klafft eine große Wunde in den Köpfen der Rallye Gemeinde, deshalb erinnern wir lieber an die Zeiten, die Colin McRae so berühmt machten.

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